Zombie Riot - Nuclear Zombie Massacre

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 6/10

Zombie Riot - Nuclear Zombie Massacre

Seit 2014 ist diese Kombo aus Hannover rund um Matze von BOMBTHREAT und ABYSS LORD nun zusammen. Mit seinen ABYSS LORD-Gitarristen machte er sich daran, neue Songs zu schreiben, und heraus kam im Jahre 2016 dieses Demo. Mittlerweile ist eine weitere Single erschienen, und man konnte einige Gigs zocken. Knister, knister, knister, und dann der Matze beim morgendlichen Stuhlgang? Hm, Kriegssirenen lassen dann wohl eher drauf schließen, dass ein Zombieangriff bevorsteht. Kollege Matze kann man aber auch schon mal mit einem Zombie verwechseln, hehe. Gehen wir aber weg von dem subtilen Äußeren und beschäftigen uns mit der Musik. "Nuclear Zombie Massacre" kommt mit einem OBITUARY-Anfangspart daher, wechselt dann in einen Midtempopart, nimmt Geschwindigkeit auf und geht wieder ins Midtempo und dann in den OBITUARY-Part. Chris Barnes-mäßige Vocals drauf, ein paar Screams, und fertig ist die Old School-Suppe. "Cauldron" geht quasi genauso.

Die Burschen legen sehr viel Wert auf Groove und Bandfaktoren. SIX FEET UNDER zu guten Zeiten kommen einem da in den Sinn, natürlich auch die oben schon genannten Todesanzeigenliebhaber von OBITUARY. Zum Glück erhöhen sie auch hier das Tempo und gehen in einen leckeren Ballerpart, ansonsten würde es recht schnell langweilig. Der Song schleppt sich aber auch so mehr oder weniger durch die Botanik. Hat was, kann mich aber nicht ganz überzeugen. Weiter geht es mit "I Am Hatred", der wieder mit einem klassischen OBIE-Riff und OBIE-Groove anfängt, und dann in einen schönen, treibenden Uftata-Part übergeht. So mag ich es. So geht alte Schule. Solche Parts kann ich den ganzen Tag hören. Matzes Growls passen herrlich darauf, lecker. Vorspieler, und weiter geht es im Midtempo. Kommt geil, der Song. Kurze Growls alleine und schnelles Midtempo. Schockt. "Night Haunter" ist auch der Rausschmeißer und fängt ähnlich an, wie die anderen Songs, wobei der Beginn definitiv der geilste ist, bzw. das nach OBIE klingende Riff. Schade, ich hätte mir gewünscht, dass der Matze da auch einmal einen Tardy-Gesang draufgehauen hätte, aber dann hätten wieder alle gemeckert. Vom Prinzip her knattert der Song genauso wie die anderen. Er hat auch einen SIX FEET UNDER-Moment, allerdings ist hier die Abwechslung wesentlich geiler, denn es werden vermehrt schnelle Parts mit eingebaut, und die langsamen Momente drücken ohne Ende. Meines Erachtens zusammen mit dem Opener der fetteste Part. Live wird dieser Song sicherlich knallen. Zombiemäßig begann die CD, zombiemäßig endet sie. Knister, knister, knister, und dann werden die armen Zombies erschossen. Hat denn keiner mehr ein Herz?

Fazit

Eigene Aussage der Band: "ZOMBIE RIOT plays old school days worshipping Death Metal from hell!" So sieht es aus. Definitiv noch Platz nach oben, aber für ein erstes Lebenszeichen absolut ok. Die Repeat-Taste zu drücken, war für mich absolut keine Schwierigkeit, und bereut habe ich es auch nicht. Den Opener und Rausschmeißer unbedingt anchecken.

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