Xternity - From Endless Depravity

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 6/10

Xternity - From Endless Depravity

Aus Gronau und aus Münster stammen diese fünf jungen Burschen, die zusammen seit 2012 musizieren und fleißig am Proben sind, denn bis dato konnte man ein Demo, eine EP und ein Album (2015) herausbringen. Einen Deal mit Aural Attack Productions konnte man auch ergattern, und so liegt mir jetzt Album Nummer zwei vor. So ganz genau wissen die Burschen nicht, wohin die Reise geht, dieses wird gleich beim Opener "Invasion'44" klar. Und wenn man mehrere Stile mag, kann man diese ja auch gut miteinander verbinden. Die Musik selber ist schwierig zu beschreiben. Das Hauptaugenmerk der Deutschen liegt sicherlich im melodischen Death Metal, allerdings wird dieser immer wieder mit bösen, schwarz angehauchten Parts ergänzt und erweitert. Klingt gut, ist auch gut, allerdings bleibt am Ende des Tagen wenig Substanzielles übrig.

Dabei machen die Burschen ihre Sachen wirklich gut. Während die ersten drei Songs gut sind, aber irgendwie so an mir vorbeiziehen, bieten die nachfolgenden Songs "Spear Behind Disguise" und "Das Menschenvolk" richtig geiles Material. Gute Riffs, definitiv. Vor allem dann, wenn sie die melodische Keule herausholen, klingen sie richtig fett. "Gods Of Greed" verbindet eben genau die Vorlieben der Band, auch thrashige Einflüsse sind zu vernehmen. "Gilles De Rais" ist eher was für Freunde des gepflegten Grooves. Hier kann man ordentlich seinen Kopf schütteln, und Liebhaber des Midtempo-Death Metal kommen absolut auf ihre Kosten. Das nachfolgende "Kingdom Come's Slavery" zieht dann wieder so an mir vorbei, und mit "In Callousness We Rot" enden die 48 Minuten. Sieben Minuten dunkles Vergnügen. Schön rasend angefangen. Melodie und Black Metal passen hier gut zusammen und klingen ein wenig nach MARDUK, auch wenn die drummende Raserei ein wenig fehlt. Der einsetzende schleppende Part lädt gut zum Bangen ein, die Screams darauf sind langgezogen und passen. Nicht neu, aber eben ein guter Song, der mir trotz seiner sieben Minuten nicht zu lange vorkommt. Der Rausschmeißer ist irgendwie so der Song, der am meisten hängenbleibt. Liegt wohl an dem melodischen Riff und den guten Tempowechseln. Hier werden die dunkle Seite der Melancholie und die Härte des melodischen Death Metal zu einer gelungenen Einheit vermengt. Überhaupt passt der wechselnde Scream- und Grunzgesang ganz gut ins Tagesgeschäft und wird richtig eingesetzt. Die Produktion des Spaßes ist gut drückend und passt ebenfalls.

Fazit

Die Repeat-Taste zu drücken fällt mir nicht schwer, aber auch beim zweiten und dritten Mal hören komme ich zum selben Ergebnis. Guter, eingängiger und melodischer Blackened Death Metal, der mich zwar nicht ganz überzeugt, aber definitiv nicht schlecht ist, keine Frage.

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