Undead - False Prophecies

von Sascha S.

Bewertung: 9/10

Undead - False Prophecies

Es gibt Bands, die spammen Dich komplett mit Neuigkeiten und Informationen zu, und eben auch andere, die so gut wie gar nichts von sich preisgeben wollen. Die hier behandelte Combo ist so ein Fall, denn über UNDEAD weiß die werte Fachpresse noch so gut wie gar nichts. Es sind einfach fünf unbekannte Musiker, die sich aufgemacht haben, dem Old School Death zu frönen, aber was soll's, wieso denn auch nicht? Namen sind eh Schall und Rauch, kann man sich doch so auch viel besser auf die Mucke konzentrieren.

Wie gesagt, OSDM ist hier angesagt, und zwar ganz klar geprägt vom älteren DEATH-Sound. Dazu kommen noch einige andere Bands, denen man hier huldigen möchte, wie zum Beispiel POSSESSED, OBITUARY und MASSACRE. Treibender Midtempo-Death wird hier par excellence gezockt. Alle acht Songs gehen wirklich schnell ins Ohr, sind aber glücklicherweise so gut geschrieben, dass man auch nach mehrmaligem Hören noch nicht die Nase voll hat. Ich würde „False Prophecies“ irgendwo zwischen den beiden Jahrhundertwerken „Leprosy“ und „War Master“ ansiedeln, und das nicht nur vom Sound her, sondern tatsächlich auch qualitativ. UNDEADs Debüt hat definitiv auch Klassikerpotential, obwohl oben genannte Alben damals ihrer Zeit einfach etwas voraus waren und „False Prophecies“ da dann doch nicht ganz rankommt.

Da sich die Bandmitglieder bisher nur in Death Metal-Burka haben ablichten lassen, sind Spekulationen natürlich Tür und Tor geöffnet. Wer da so klampft oder auf die Kessel haut, kann wohl so niemand mit Gewissheit sagen. Mir ist beim Hören aber sofort aufgefallen, dass die Vocals doch sehr denen von BOLT THROWERs Karl Willets ähneln. Mal gucken, wann das Geheimnis gelüftet wird! Wenn die Songs auf dem nächsten Album etwas kompakter ausfallen sollten, könnte das einen absoluten Meilenstein bedeuten. Hier, jetzt und heute vergebe ich knappe neunPunkte.

Anspieltipps: „Voices Within“ und „Emerging From The Depths“

Fazit

"False Prophecies“ ist eines dieser Alben, bei denen man unweigerlich anfangen muss, zu grinsen. Für Freunde von DEATH, BOLT THROWER und MASSACRE unerlässlich. OSDM as its best!

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