The Spirit - Sounds From The Vortex

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 8/10

The Spirit - Sounds From The Vortex

Geheimnisvoll, geheimnisvoll. MT, AK, AT, MS - so sind die Namen der Protagonisten der Band THE SPIRIT, welche sich im Jahre 2015 zusammenschlossen, um ein wenig rumzulärmen. Gesagt, getan, und zwei Jahre später startet die Band aus Saarbrücken durch und veröffentlicht ihr Debüt mit Hilfe des Labels Eternal Echoes. "Jede Note des Albums kommt direkt aus dem Herzen", ok. Wenn man die sieben Songs so hört, kann man es auch glauben. Schon sehr intensiv, der Spaß. Sofern man Zeit im Proberaum verbringt und nicht nur Files hin und her sendet, kann man davon ausgehen, dass die Band DISSECTION dort rauf und runter lief und läuft. Und womit? Mit Recht. Sie waren eine der geilsten Bands auf diesem Planeten. THE SPIRIT erinnern eben an diese großartige Band.

Der Opener "Sounds From The Vortex" verfügt eben über diese typische Atmosphäre, die man von damals kannte. So muss ein Intro gehen. Nach 2:29 Minuten hat man kurz Gänsehaut, bevor dann mit "Cosmic Fear" das eigentliche Album losgeht. Das Intro sollte man aber definitiv nicht wegskippen. Mit Vollgas, melodischen Leads und hervorragendem Riffing geht es los. Da werden absolut Erinnerungen wach. Der Song ist echt der Burner. Klaro ist die Nähe zu DISSECTION vorhanden, aber egal. Das Tempo wird rausgenommen, und im Midtempo geht es weiter. Selten eine Band gehört, die so nah an DISSECTION dran ist. THULCANDRA könte man erwähnen, aber THE SPIRIT gefallen mir wesentlich besser, besonders der Quasi-Opener. Diese getragene Melodie und doppelte Gitarrenparts. Herrlich. Der Midtempopart klingt aber schon sehr ausgeliehen, hehe. Egal, macht absolut Laune. Auch gesangstechnisch könnte man meinen, der olle Selbstmörder Nödtveidt wäre wieder am Start. Eine Huldigung, die absolut ihre Berechtigung findet. Im Grunde ist das ganze Album so, und man kann das Niveau des Openers nicht ganz bis zum Ende halten, aber trotzdem klingt das Album absolut geil, und ich fühle mich so zurückversetzt in die Neunziger. Wahnsinn, ich bin ein Kind der Zeit, und mit Alben wie "The Somberlain" und vor allem "Storm Of The Light's Bane" aufgewachsen. Letzteres ist für mich ein absolutes Meisterwerk. Ein Meilenstein. THE SPIRIT machen sich eben dran, diesen alten Sound wieder auszugraben. Dass dieses nicht einfach ist, ist wohl jedem klar, aber es gelingt ihnen hervorragend. Diese Twin-Gitarren und das Drumming. Lecker. Die Vocals großartig, fette Produktion und geiles Songwriting. Die Mischung aus melodischen Black Metal- und Death Metal-Parts mitsamt den Geschwindigkeitswechseln gelingt ihnen überwiegend sehr gut. An DISSECTION kommt man natürlich nicht ran, aber hallo, wer kann das schon. Und immer wieder diese atmosphärisch klingenden Midtempoparts. Und diese fetten Melodien!

Fazit

Sicherlich wiederholt man sich am Ende ein wenig, aber das ist absolut zweitrangig. Lecker Ding. Ganz klar. Wer wie ich auf DISSECTION absolut abfährt, der sollte sich "Sounds From The Vortex" unbedingt zulegen. Brett!

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