Terrible Sickness - Feasting On Your Perdition

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 9/10

Terrible Sickness - Feasting On Your Perdition

Seit 2010 sind die fünf Burschen schon auf der Reise, um uns ihre Art des brutalen Death Metal näherzubringen. Im Jahre 2011 wurde das Demo "Abattoir Of Pleasure" auf die Menschheit losgelassen, und im Jahre 2013 das Debüt namens "First Rape, Still Sexy". Es lief sehr gut. Leider ist im August 2016 der Basser Hendrik verstorben. Andere Bands ziehen sich zurück, so aber nicht TERRIBLE SICKNESS. 2017 wurde der Basser Eike von PUTREFACTION rekrutiert, und man konnte das Protzen Open Air zocken. Vorher kam aber dieses schicke Album via Bret Hard Records heraus. Und ja, schick ist nicht nur die Aufmachung, sondern vor allem die Musik. Der Opener "Incalculable" macht keine Gefangenen und haut alles weg, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Die Nienburger nehmen einen sofort mit auf die Reise. Brutal Death Metal ist angesagt, der weit entfernt von reinem Stumpfsinn ist. Das Album im Ganzen braucht man eigentlich gar nicht genauer zu betrachten, denn es rutscht in einem Stück eins a durch, lediglich "Defile And Dismember" kann mich nicht überzeugen. Der Rest ist absolut 'ne geile Sache.

Ok, herausragende Momente sind definitiv der Refrain- und Gesangspart bei "The Nameless". Total abgedreht und abgefahren. Schockt. Der geilste Song ist aber definitiv "Fate". Sowas von brutal. Geil aufgebaut mit Tempowechsel. Fett. Das Ding wird sicherlich noch öfter bei mir laufen. Auch "Treasure Piece Of Meat" lässt viele niedersächsische Kühe fliegen. Dabei machen die Burschen eigentlich nichts besonders, sie gehen nur sehr aggressiv und zielstrebig vor. Die Intensität des Albums sollte man echt loben. Man merkt förmlich, dass sie einfach Bock haben, diesen Sound zu spielen. Auf der einen Seite ballern sie los, als gäbe es kein Morgen. Brutal Death, und auch der gute, alte Grind geben sich die Klinke in die Hand. Auf der anderen Seite grooven sie auf eine harte Art und Weise, und dann wiederum werden oldschoolig-thrashige Parts mit eingebaut. Gerade die zackigen, thrashigen Momente erinnern mich total an DEFLESHED, eine Band, die ich sehr schätze. Auch die Vocals können mich absolut überzeugen. Kampftrinker und Ostfriesenfreund Martin van Drunen lässt grüßen.

Fazit

Absolut massiv der Spaß, wobei man sich bei der ganzen Geschwindigkeit auch auf der technischen Seite gut präsentiert. Die Songs wurden schon 2015 aufgenommen und Goat sei Dank noch veröffentlicht. Man hätte sonst was verpasst. TERRIBLE SICKNESS beweisen, dass man nicht immer über den Teich gucken muss, um richtig geilen Brutal Death zu bekommen. Eine Band für das Deathfeast nächstes Jahr. Geiles Album.

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