Shambles - Primitive Death Trance

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 6/10

Shambles - Primitive Death Trance

Bei den SHAMBLES handelt es sich um eine Fünf-Mann-Kapelle, die sich in den Jahren ihrer Existenz nicht so richtig entscheiden konnte, was sie machen möchte. Angefangen hat man als Brutal Death Metal, ging dann zum Black Metal über, und nun zum Death-Doom. Seit 1997 sind sie am Start, haben noch zwei Urmitglieder dabei und stammen aus Thailand. Metalmäßig ja immer noch Exotenland, zumindest für uns. Viele Kapellen kommen hier ja auch nicht an. In 2015 und 2016 hat man einige Members getauscht, und seitdem sind sie ziemlich fleißig. Nach dem Debüt "Realm Of Darkness Shrine" und einer gleichnamigen Compilation aus dem Jahre 2016 folgt nun also diese EP.

Puh, ob gewollt oder nicht, Abstriche muss man beim Sound machen, definitiv. Leider, denn so richtig was rauszuhören ist hier nicht, und die vier Songs sind vom Aufbau und Klang relativ gleich gelagert. Die Songs sind auch fast alle sieben Minuten lang, wobei mir "Illusion Of The Void" am besten gefällt. Das Riffing ist leider sehr schwer bis gar nicht wahrzunehmen. Teilweise hört man nur Geschraddel. Die Burschen versuchen, über die Schiene zu kommen, Brutalität und Atmosphäre zu mischen. Dazu verwenden sie eben schnellen Death Metal und doomige Parts. Der Sänger begibt sich in den ganz tiefen und unverständlichen Keller, so wie ich es mag. AUTOPSY als Einflüsse für die Morbidität zu benennen, ist ja quasi Pflicht, und DISEMBOWELMENT für die Mischung aus Krach und Doom ebenfalls. Vergleicht man aber diese Songs mit dem Material von den geilen BLOOD INCANTATION oder SEPULCHRAL VOICE, hängen sie hinterher. Während die ersten beiden Songs spurlos an mir vorbeiziehen, bin ich beim genauen Hinhören bei "Illusion Of The Void" und "Prinitive Death Trance" doch recht begeistert. Leider ist durch den schlechten Sound das Riffing, gerade in den schnellen Passagen, kaum wahrzunehmen. Ein bisschen Differenziertheit wäre gut gewesen. Dass man eine dreckige Produktion verwendet, ist ja Voraussetzung für den Sound. Wirklich schade. Der Rausschmeißer "Primitive Death Trance" klingt recht geil, da der Drummer relativ lang das gleiche Tempo spielt und verschiedene Riffs darüber gespielt werden. Gute Idee, und ohne Gesang. Späteres Kriechen und Tempowechsel kommen auch geil rüber. Zieht einen irgendwie runter, und dann wird man durch das Geballer zerstört. Ich glaube, dass das Material einen live so richtig schön runterziehen kann, denn es ist teilweise schön morbide.

Fazit

Auf dieser MCD kann man durchaus mit der Atmosphäre punkten, aber der Sound macht es einem echt schwierig. Für Freunde des morbiden Death-Doom aber durchaus interessant, keine Frage. Ich werde mir das Debüt wohl mal reinpfeifen müssen.

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