Rest In Beef - Got Beef?

von Hans H.

Bewertung: 9/10

Rest In Beef - Got Beef?

Es fällt mir sehr schwer, den eigenwilligen, aber interessanten Stil der Band zu beschreiben. Es ist vom Gesang her auf jeden Fall dem härteren Genre zuzuordnen. Von im wahrsten Sinne des Wortes Gegrunze ("Omaha Beach") bis hin zu Old School Death Metal ("What Am I") gibt es alles. Einige Songs sind mit auflockernden Einlagen a lá James Brown (Intro von "White Light"), den VILLAGE PEOPLE ("Sperm In Your Vein") oder cleanem Gesang mit Growl-Begleitung ("Homage To The Moon") gespickt. Das Instrumentelle ist genauso vielfältig wie der Gesang. Eine Melodie wie aus einem PC-Game, gespielt vom Keyboarder. Gleich im Anschluss kommt superfieses Gitarren-Geschredder, das klingt, als würde ein Hubschrauber starten ("Sperm In Your Vein"). Oder auch einfach nur straighte Songs, die schleppend durch die Boxen knallen ("The Attic"). Der Groove darf auch nicht fehlen, wie er in "Homage To The Moon" zu hören ist. Der Hidden Track nach "A New Start" ab 7:15 ist gesanglich sehr stark (lach).

Wer sind denn die sieben Jungs aus Ganspe/Berne bei Oldenburg? Zumindest ein Haufen, der seine Musik ernst nimmt, aber mit gesunder, humoristischer Einstellung. Das zeigt sich ja schon im Bandnamen „Ruhe Im Rindfleisch“ (ein Gourmet als Namensgeber). Gegründet wurde die Band 2010 vom Drummer Ryan McBeef, der sich live hinter einer Maske versteckt. Im Dezember 2013 ist "Got Beef?" als Download und auf Spotify erschienen, und jetzt gibt's es ab dem 20.08.2014 auch auf CD. Ihre Facebook-Seite verrät, was REST IN BEEFs Einflüsse sind, und da ist von DOKKEN über NIGHTWISH bis hin zu EVANESCENCE alles drin. Und noch 'ne menge Stilrichtungen, von deren Existenz ich vorher nicht wusste.

Anspieltipps: "White Light" und "Omaha Beach" (ich wusste nicht, dass man mit einer Stimme solche Geräusche machen kann)

Fazit

Ein sehr gelungenes Debütalbum mit viel Abwechslung, welches auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird. Durch die ständige Abwechslung des stilistischen Potpourris haben die einzelnen Songs einen starken Wiedererkennungswert. Die humoristischen Einlagen sind dezent eingesetzt, dass da auch keine Abnutzungsgefahr besteht.

Zurück

Einen Kommentar schreiben