Purtenance - Paradox Of Existence

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 7/10

Purtenance - Paradox Of Existence

Finnen die Zweite. Gearde DESECRESY, nun PURTENANCE. Diese Finnen dürften aber dem einen oder anderen Leser ein Begriff sein. 1989 unter dem Namen PURTENANCE AVULSION gestartet, dann in PURTENANCE umbenannt. 1992 "Member Of Immortal Damnation" herausgebracht und dann erst einmal getrennt. Irgendwann haben Harri und Juha beschlossen, wieder was zu machen. 2012 war es soweit, und ab dafür. 2013 kam dann das Album "Awaken From Slumber" heraus, und ich fand es tierisch geil. 2015 folgte dann "...To Spread The Flame Of Ancient", und nun diese EP via Xtreem Music.

Jawoll, der Opener "In The End Only Death Will Remain" haut mich auch gleich schon um. Sehr schön. Death Metal alter Schule. Mit Solo, Tempowechsel und geilem Riffing, und vor allem hohem Bangfaktor, aber auch Melancholie. Diese ist besonders zu Beginn von "Vicious Seeds Of Mortality" zu hören. Das langsame Anfangsriff mit schleppendem Drumpart ist schön bedrückend und düster, so wie man es von Finnen kennt. Dann ein Vorspieler und Old School-Geballer, yeah. I love it. Großartig. Midtempopart, der düster daherkommt, vor allem mit fettem Riffing und Tempowechsel. Ist gebongt. Kein Vergleich zu den kurz vorher gehörten Landsmännern von DESECRESY. Diese Burschen sind wesentlich intensiver, und diese EP werde ich sicherlich nicht das letzte Mal gehört haben, besonders diesen Song. Das Riffing ist so bedrohlich. Argh. Kommt geil, zumal die auf alt getrimmte Produktion noch einen oben draufsetzt, und die durchrasselnde Doublebass sowieso. Kurze Herzschläge, und weiter geht es im langsamen Midtempo. Der längste Song der EP macht sich auf den Weg, mich zu begeistern: "Paradox Of Existence". Bedrohlicher Song, der so vor sich hin vegetiert, aber irgendwie zerstört. Nach sechs Minuten kommen die Herztöne wieder und man denkt, der Song ist zu Ende, aber dann holen sie nochmal ein fettes Riff heraus und knattern den Song im Midtempo zu Ende. Mir ist der Song aber zu lang. Der Rausschmeißer ist dann wieder ein fixer Song, und wie. In 1:44 gibt es schönen, schnellen, oldschooligen Death Metal. Jawoll, I love it. Welche Abwechslung zum Song davor. So entsteht keine Langeweile. Der Endpart ist vor allem gesangstechnisch fett. Allerdings hört der Song abrupt auf. Komisch.

Fazit

Die ersten beiden Songs sind definitiv Granaten. Gute EP, die man anchecken sollte.

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