Pathology - Pathology

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 8/10

Pathology - Pathology

Sehr fleißig, diese Band aus San Diego, USA. Mein letztes Review war zum Album "The Times Of Great Putrification". Dieses war im Jahre 2012. Zwei Alben sind aber danach schon wieder herausgekommen, und auch der gute, alte Matti Way (DISGORGE) ist wieder an den Vocals. Zum Glück trommelt noch immer Dave Astor, denn ich mag sein Drumstil sehr. Mittlerweile ist man beim neunten Album in 11 Jahren Bandgeschichte angelangt. Nicht übel. Herausgekommen ist das Ding bei Comatose Music. "Lamentation", der Opener, zeigt schon mal, wo es langgeht. Brutaler Death Metal neumodischer Art wird vorgetragen, und darauf Mattis Klospülungs-artiger Growlgesang. Lecker. Gutes Riffing. Tempovariationen und gute Riffs beschreiben das Alltagsgeschehen. Kommt gut, ebenso der nachfolgende Song "Dolorous", der von einem tragenden Riff, den Vocals und vor allem Daves durchrasselnder Doublebass lebt. So soll es sein.

Während man im Old School Death Metal-Bereich ja mittlerweile jeden Tag ein geiles Album bekommt, sieht es im brutalen Death Metal-Sektor anders aus. Die meisten slammen mittlerweile um die Wette. Aber nicht PATHOLOGY, die halten die Geschwindigkeit schön hoch, selbst bei den groovigen Elementen, und bleiben sich somit treu. Auch die Songlänge ist schön konstant. Die Drei-Minuten-Marke ist so ein Grenzbereich, reicht auch total. Länger muss es beim brutalen Death Metal auch nicht sein. Zehn Songs in 32 Minuten. "Litany" kann mich aufgrund des gelungenen Riffings, der Tempowechsel und der Geschwindigkeit absolut überzeugen, und immer wieder Mattis geiler Gesang drauf, der immer wieder an BRODEQUIN erinnert, nur mit einer besseren Produktion versehen und ein wenig morderner, besonders eben im produktionstechnischen Bereich. "Servitors" gibt auch gleich von der ersten Sekunde voll auf die Fresse. Jawoll, herrlich. Man wechselt zwar das Tempo und baut sogar ein Solo mit ein, trotzdem ist das Tempo recht hoch gehalten. Sicherlich ist Brutal Death Metal stark limitiert, sofern man nicht in den technischen Bereich abdriften möchte oder nur am Slammen ist, aber diese Begrenzung umgehen die Burschen von PATHOLOGY sehr geschickt und gekonnt, indem sie immer wieder geile, teilweise melodische Riffs mit einbauen, so wie eben bei "Servitors". Auch die durchrasselnde Doublebass zu rechten Zeit oder eben mal ein Solo passen hervorragend. Der Gesang ist zwar sehr eintönig, passt aber so schön und drückt ohne Ende. Man muss aber schon ein Faible für diese Art von Mucke haben, anonsten wird es schnell anstrengend, was allerdings überwiegend am gleichbleibenden Gesang liegt.

Fazit

Wer auf Brutal Death Metal abfährt, der macht mit Album Nummer neun namens "Pathology" definitiv alles richtig. Leckeres Ding, jawohl!

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