Paganizer - Land Of Weeping Souls

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 9/10

Paganizer - Land Of Weeping Souls

Der Rogga und seine Gang. Rogga Johansson (DOWN AMONG THE DEAD MEN, ECHELON, HUMANITY DELETE, JOHANSSON & SPECKMANN, LOBOTOMY DEPT, MEGASCAVENGER, MINOTAUR HEAD, NECROGOD, PUTREVORE, REVOLTING, RIBSPREADER, SEVERED LIMBS, STASS, THE GROTESQUERY, THOSE WHO BRING THE TORTURE, EATEN) ist der fleißigste Musiker, den ich kenne, und hat sein 1998 die Band PAGANIZER. Matthias Fiebig ist seit 2000 auch dabei. Ansonsten fanden schon einige Wechsel statt. Mittlerweile ist er beim zehnten Album angelangt. Meinen absoluten Respekt. Woher holt der Mann nur die Ideen? Während er mit seinen Projekten hier und da mal andere Einflüsse berücksichtigt, bleibt er mit PAGANIZER sich und der schwedischen Szene treu. Fans der Band können wie immer dieses Album blind kaufen! Für seine Hauptband nimmt sich Rogga immer mehr Zeit, und so hat es vier Jahre gedauert, bis es neues Material zu hören gab. Und das ist auch gut so.

Was soll man sagen? Gleich der Opener "Your Suffering Will Be Legendary" zeigt, dass die Burschen aus Schweden kommen. Die Handschrift Roggas ist sowas von zu hören. Yeah. Ich muss zugeben, ich bin ein großer Fan seines Schaffens, und natürlich erst recht von PAGANIZER. "Dehumanized" kommt mit leckeren Blastbeats um die Ecke, inklusive fettem Riffung, und "Forlorn" klingt schon sehr ruhig, aber schleppend und druckvoll, und erinnert ein wenig an die Holländer von ASPHYX, nur im schwedischen Gewand und härter. Diese schleppende Doublebass macht absolut Laune, und das melodische Lead bleibt hängen. Am Ende nimmt man aber noch gut Fahrt auf und lässt ein Solo drüber laufen. Vom Prinzip her ist das Songwriting der einzelen Songs schon sehr gleich, aber herrlich direkt und nachvollziehbar, lediglich "The Buried Undead" fällt aufgrund der Breakfreudigkeit ein wenig aus der Reihe. "Land Of Weeping Souls" kommt mit einem sehr geilen Refrain daher und ballert von der ersten Sekunde an gut los. Vorspieler und "Yeah", und dann Uftata. Absolut mein Ding, und dann ein fixer Part. So hat jeder Song irgendwas Spezielles und liefert zusammen eben ein typisches PAGANIZER-Album. Aber natürlich bedarf es auf dem zehnten Album auch gewisser Erneuerungen. Neue Besen kehren gut, und der neue Gitarrist Kjetil Lynghaug (ECHELON, MORDENIAL, STASS), der seit 2015 die Axt bei PAGANIZER schwingt, hat sehr flinke Finger und bringt sich gut mit ein. Durch seine Hinzunahme wurde die Anzahl der Soli erhöht, und das ist richtig lecker. Der Opener ist aber mein Lieblingssong.

Fazit

Dieser Old School-Sound, mit melodischen Leads und schwedischer Ufata. I love it. Oldschooler müssen zugreifen. Absolut.

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