Mordenial - The Plague

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 4/10

Mordenial - The Plague

Die Schweden, die seit 2008 dabei sind, den Kjetil von ECHELON und PAGANIZER (Projekt mit Rogga Johansson und Dave Ingram) an Bord haben und ihr Debüt namens "Where The Angels Fall" im Jahre 2015 auf den Rest der Menschheit losließen, ja diese Schweden machen keinen Hehl davon, woher sie kommen. Man folgt den Landsmännern auf leisen Sohlen. Album Nummer zwei liegt mir nun vor, und mal sehen, was dieses so kann. "The Plague", der Opener, macht klar, dass die Wikinger nicht dem Stockholm-Syndrom verfallen sind, sondern ihre Augen und Ohren eher in Richtung Göteborg gerichtet haben. Nach einer kurzen, ruhigen und beinahe schon romantisch-verträumten Einlage geht es los. Vorspieler, und dann Midtempo und Uftata-Death Metal, eben schwedischer Natur. Melodisches Riff und screamender Sprechgesang folgen, um dann wieder ins Midtempo zu gehen, aber später wird das Tempo auch variiert.

"Daylight Is Gone" zieht so an mir vorbei. Recht schleppend im langsamen Midtempo. Sehr belanglos. Als Einflüsse haben sie die Bands DARK TRANQUILLITY und IN FLAMES genannt, und wen wundert es, natürlich sollte man auch GATES OF ISHTAR und SENTENCED erwähnen, aber deren Songwritung und Spannungsfaktor sind die Burschen noch weit entfernt. Während der Opener noch recht flott um die Ecke kommt und durchaus zu gefallen weiß, verlieren sich eben Songs wie "Daylight Is Gone", "Burning Soil" oder "Salvation" im Nichts und kommen recht langweilig im Midtempo um die Ecke. Die vorhandenen Melodien sind nicht verkehrt, aber Ideenreichtum und gelungenes Songwriting schreibt man anders. Man kann seine Birne im Takt bewegen, klaro, aber das Material haut einen wirklich nicht um. Das dreimalige Durchhören macht es nicht besser. Manchmal entdeckt man ja so noch einiges, aber bei "The Plague" eben nicht. Man kann die Songs auch nicht als Mist bezeichnen, aber irgendwie sind sie weder atmosphärisch, noch brutal. Bei "All Has Vanished" gibt man nochmal kurz Gas, aber das war es dann auch. Da waren die Vorbilder aber viel fixer unterwegs. Aber zum Ende werden sie dann sogar noch einmal gut. Der Song heißt passenderweise "The End", geht 3:40 und ist flott. Yeah, geht doch. Das Ding geht gut ab und macht Laune. Gute Riffs, fette Melodie, aggressive Vocals und Tempowechsel. Schnelle Uftata, so mag ich die Schweden. Von solchem Material hätte ich gerne ein paar Songs mehr gehört.

Fazit

Leider sind zwei gute Songs heutzutage echt zu wenig.

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