Metabolic - Eraser

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 7/10

Metabolic - Eraser

Im April 2013 fusionierten die Bischofswerdaer Band ALYRIUM und die Dresdner Alternative Metal-Kombo NEVERTRUST, um gemeinsam neue Wege im Bereich des Thrash Metal zu gehen. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, außer dass NEVERTRUST bereits seit 2004 dabei sind, und somit keine unerfahrenen Musiker unterwegs sind. Sei es drum. Das Quintett aus Bischofswerda / Dresden macht sich also zu neuen Wegen auf, um uns zu überraschen. "Wargasm" legt da schon ganz ordentlich los. SLAYER-Gedächtnisschrei, und auf geht die Reise ins Ungewisse. Der Song steht quasi für das ganze Album. Schaut man sich die Homepage der Band an, und die Lieblingbands der einzelnen Musiker, wird man feststellen, dass SLAYER und PANTERA ganz oben auf der Liste stehen. Kein Wunder also, dass diese beiden Bands die Haupteinflüsse der Gruppe darstellen. Allerdings vermisse ich ein wenig die schnellen Parts á la SLAYER. Trotzdem ist der Einfluss, besonders beim Riffing, mehr als hörbar. PANTERAs Ideen findet man dann im Groovesektor und bei den arschtretenden Parts. Je länger das Album läuft, desto besser wird meine Laune irgendwie. Ich kann gar nicht sagen, warum, vielleicht Tagesfaktor. Mittendrin ein kleines Kriegsintro mit "Kill him", und dann geht es wieder zügig zur Sache. Ein gutes und abwechslungsreiches Album. Der thrashige Gesang passt auch. Nur, wenn er normal singt, dann klingt es teilweise ein wenig unrund. Dieses hört man dann, wenn sie heavy Parts mit einbauen, und dieses passiert auch relativ oft. Passt aber sehr gut ins Gesamtbild, welches ansonsten sehr zügig gezeichnet wird. Der Drummer treibt die Burschen immer wieder an, und sie setzen es dankend um. Sicherlich hört man nicht viel Neues, auch das eine oder andere Riff dürfte bekannt sein, schadet aber nicht wirklich. METABOLIC versuchen ihre slayerpanteranische Mischung relativ abwechslungsreich rüberzubringen, indem sie immer wieder ruhige und heavy Elemente mit einbauen, und dieses gelingt ihnen ganz gut. Sicherlich kein Meilenstein im Thrash / Groove-Bereich. Musikalisch gibt es nicht viel einzuwenden, es fehlt eben dieser eine Supersong, aber das Gesamtkonzept stimmt, und für eine Eigenproduktion herrscht hier ein ordentlicher Sound, keine Frage. Mir persönlich ist der Gesang nicht durchschlagskräftig genug, aber das ist ja auch immer Geschmackssache. Die Abwechslung ist vorhanden, da darf auch mal 'ne Cleangitarre zupfen und eine düstere, schauerende Melodie vorweggehen, so wie bei "Negative".

Fazit

"Eraser" wird sicherlich nicht den Thrash-Olymp erklimmen, aber das Album dürfte sich ganz gut in Eurem CD-Player machen. Einfach mal bei Youtube anchecken und dann bestellen.

Zurück

Einen Kommentar schreiben