Lifeless - Occult Mastery

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 9/10

Lifeless - Occult Mastery

Der gute, alte Schweden-Death Metal nimmt kein Ende, und mir ist es scheißegal, ob Leute hier wieder von einem Ausverkauf oder Nachahmungsmörder sprechen, sofern das Resultat, das man zu hören bekommt, einen umhaut und knallt. Soviel vorweg. LIFELESS aus Dortmund sind ja bereits seit 2004 dabei und dürften mittlerweile jedem ein Begriff sein, der sich mit Death Metal aus Deutschland oder im Allgemeinen auskennt. Die Burschen reißen die Bühne ab, und dieses konnten sie auch schon in meinem wunderschönen Ostfriesland beweisen. Marc von NON DEVINE und Sascha von SUFFOCATED ART waren von Anfang an dabei. Mittlerweile besteht das Quartett zu drei Vierteln aus SUFFOCATED ART-Leuten. Die Solinger haben aber seit 2005 nichts mehr herausgebracht, von daher passt es zeitlich, musikalisch sowieso.

Das dritte Album der DAB Bier-Fraktion liegt mir nun also auf dem Tisch, und wieder einmal wird das Teil bei F.D.A. Records erscheinen. Passt ja. Death Metal, Death Metal, Death Metal, und hatte ich Death Metal schon erwähnt? Ganz die alte Schule. Dortmund scheint eine Kleinstadt in Schweden zu sein. Eine Hommage an Bands wie ENTOMBED und DISMEMBER, und mal ehrlich, toppen kann man die eh nicht, aber man kann ihnen diese Ehrerbietung erweisen, die sie sich auch verdient haben. Auf dem dritten Album zeigen sich LIFELESS so stark wie noch nie. Der typisch schwedische Gitarrensound, geile Riffs, passende Drums und fette Vocals. Gute Basslinien. Was willste mehr, frage ich Euch? Und wie bei den großen Schweden legen auch LIFELESS trotz vieler Tempoparts Wert auf Atmosphäre, die überwiegend auf melodische Art vorgetragen wird. Nach dem Intro legt der Song "The Occult Mastery" die Messlatte für das ganze Album vor, welches man in einem Guß hören kann, das zwischendurch zur Abwechslung noch mit einem kleinen Intro ("Interlude Dystopia") aufwartet und mit "Throes of Dawn" einen klassischen Rausschmeißer hat.

Diese Vorspieler bei einem Song! Ich liebe es, und dann der Übergang zum Ballerpart. Melodische Leads mit Gebolze rüber, um das mal mit den Worten eines Nichtmusikers zu sagen. Mittendrin dann einen Sprachansage obendrauf. Auch nicht neu, aber passend und eine gute Abwechslung. Um nicht als reine Kopie durchgehen zu müssen, mischen die Burschen immer wieder Zitate aus dem Black Metal mit ein. Passt herrlich ins Gesamtkonzept und nimmt zum Glück nicht Überhand. Lecker Ding.

 

Fazit

LIFELESS können auf ihrem dritten Album beweisen, dass es auch in Deutschland eine starke Death Metal-Szene gibt. Die Burschen lassen den guten, alten, schwedischen Death Metal mit dem typischen Sound und der ganz speziellen Atmosphäre wieder aufleben und bieten alles, was man von einen guten Death Metal-Album erwartet. Besonders "Progenies Of A Cursed Seed" hat es mir angetan. Ein Nackenbrecher. Geile Riffs, geile Vox und eine geile Atmosphäre. Ein gutes Death Metal-Album mit geiler Produktion und richtig coolem Cover, welches von Gitarrist und Sänger Marc selber stammt.

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