Kings Will Fall - ThrashForce.One

von Hans H.

Bewertung: 8/10

Kings Will Fall - ThrashForce.One

Seit 2013 treiben die Südtiroler / Italiener ihr Unwesen in den Bergen. In fast 32 Minuten präsentieren uns die Metaler aus den Bergen ein kurzweiliges Brett, eine Mischung aus Old School-Thrash á la EXODUS und SLAYER, mit einem Hauch Death Metal-Growls. "In Dead & Mud & Misery" ist ein klassisches Intro mit Kriegsgetöse, bis man mit "Toxic War" in SLAYER-Manier in die Fresse bekommt. Einzig das Gitarrensolo ist ein kleiner Bruch in dem Song, das habe ich so nicht als Hörer erwartet. "Shots For Glory" stampft sich groovig und leicht schleppend durch die Boxen, mit Death Metal-Gesang und einem Hauch von Anselmo. "Burn All Fuel" ist eine für dieses Album recht lange Nummer mit seinen 5:34 Minuten. Dennoch bekommt man durch Geschwindigkeitswechsel und die unterschiedlichen Gesangsstile nicht mit, dass der Song so lang ist.

"Endless Pain" ist für mich ein Hammer. Der Gesang ist anders als bei den anderen Songs, er hetzt sich von Strophe zu  Strophe und wird von Growls konstruktiv unterstützt. Kurz und schmerzlos peitscht sich der "Damage Crown"-Song durch die Boxen, ohne Gnade und Rücksicht auf Verluste. Mit "Buster" bekommt man eine abwechslungsreiche Thrash-Nummer um die Ohren gehauen. Mehrere Geschwindigkeiten, Stimmungen und Gesangsstile werden einem in das Ohr zementiert. Ein Gitarrenslide-Intro eröffnet "Gängster 1948", das abwechslungsreichste Stück auf dem Tonträger, und genau so lang wie "Burn All Fuel". Man kann "Gängster 1948" wohl als Thrash'n'Roll bezeichnen. Das Solo ist ein Standard-Rock'n'Roll-Solo und kommt ohne Growls aus. "We Are Motörhead" sind sie natürlich nicht! Eine Cover-Version, kann man machen und funktioniert live immer, wenn man so einen Song in der Hinterhand hat. Muss ich nicht haben, ist aber ok, nur die Sologitarre gefällt mir persönlich nicht.

Anspieltipps:  "Endless Pain", "Shots For Glory"

Fazit

Nach dem Demo von 2015 kommt jetzt ein gelungenes Album aus den Bergen, mit hohem Thrash-Anteil, gespickt mit gekonnten Death Growls. Schwachpunkt finde ich die eine oder andere Sologitarre. Reinhören und abmoshen! Lohnt sich.

Zurück

Einen Kommentar schreiben