Kill Ritual - The Eyes Of Medusa

von Hans H.

Bewertung: 9/10

Kill Ritual - The Eyes Of Medusa

Was ist das? Thrash'n'Roll? Man nehme ein wenig Hard Rock, Heavy Metal, Thrash Metal und eine Prise Doom Metal, rührt es gut durch, gießt es in zehn Formen und garniert es mit einem Sänger namens Josh "Crimson" Gibson, der stimmlich die hohen und tiefen Töne trifft. Fertig ist Thrash´n Roll.

2010 wurde KILL RITUAL gegründet vom Leadgitarristen Steve Rice (Ex-IMAGIKA, 1993-2010), dem Bassisten Danyael Williams (Ex-DARK ANGEL, 2000-2004), dem Sänger Josh "Crimson" Gibson, Gitarrist Roberto „Peck“ Proietti (Ex- ELDRITCH, 2004-2010) und Drummer Wayne DeVecchi (Ex-IMAGIKA (2010), DOOM SOCIETY (1998),  HELLHOUND) . Nach einem kleinen Besetzungswechsel kam Gee Anzalone am Schlagzeug hinzu, der sich 2011 bei FORBIDDEN beworben hat, aber den Job nicht bekam (von 2012 bis jetzt bei BRAINDAMAGE). Der zweite Posten an der Gitarre von Roberto „Peck“ Proietti blieb leer.

Zur Musik kann ich nur sagen: sehr viel Abwechslung, und das nicht von Song zu Song, sondern innerhalb eines Songs. So fängt „The Eyes Of Medusa“ thrashig an, mit recht tiefen Gesang, klappt nach ca. einer Minute um zum US Metal-Refrain. Am Gitarrenspiel kann man hören, dass Steve Rice bei IMATRA war. Er hat seinen eigenen Sound und Stil entwickelt. “Hair Trigger“ ist eine gute Metalnummer, die Spaß macht. “Never Get Me“ geht mit schnellen Gitarrenriffs los. Ist mehr eine Speed Metal Nummer. „Ride Into The Night“ ist eine gelungene, melodiöse Hard Rock Nummer. „Weight Of The World“ ist fix unterwegs, und der Nachfolger „Writing On The Wall“ lässt einen auch nicht zur Ruhe kommen. Er ist aber mit kleinen Parts garniert, die ein wenig an Black Metal und Doom Metal erinnern. Hier werden die ganzen musikalischen Einflüsse in sieben Minuten verarbeitet. Balladesk fängt „Just Another Sin“ an. Der Schein trügt. Die Gitarren fangen an zu schreddern und der Gesang geht in Hard Rock Manier weiter. Auch hier hat der Song stilistische Schwankungen (Keine qualitativen!). „My Little Sister“ kommt ein wenig ruhiger im Vergleich zu den anderen Songs. “Unleashed“ ist wieder eine schnellere Nummer mit einem coolen Gitarrensolo. Im letzten Song, der auf „Agenda 21“ hört, zeigt Josh seine ganze Stimmenpracht. Ein guter Ausklang für die CD.

Fazit

Die zehn Songs machen Spaß und bieten auf 51:26 min. genügend Abwechslung. Das Mastering von Andy LaRocque (Gitarrist von KING DIAMOND) ist gut gelungen. Live muss aber ein zweiter Gitarrist her, denn alleine ist das von Steve Rice nicht zu bewältigen. Das Ding kommt bei mir als Vinyl ins Haus!

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