Kalopsia - Angelplague

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 9/10

Kalopsia - Angelplague

Seit 1999 sind die Freaks aus New Jersey, USA, schon dabei, und irgendwie hat man sie hierzulande nicht so richtig wahrgenommen. Klaro, den Namen hat man schonmal gehört, doch es kann auch KALEPSIA oder so gewesen sein, klingt ja sehr ähnlich alles. Dabei liefern die Burschen nun schon ihr drittes Album ab, und dieses fällt natürlich genau in Papas Marschrichtung, denn die Jungens bieten eins a Death Metal. Herrlich. Die Herkunft ist kaum zu verbergen und zu leugnen, warum auch. Gleich beim Opener hört man, dass sie mit dem amerikanischen Death Metal aufgewachsen sind und sie ihn sehr verehren. So spielt man rifftechnisch typisch amerikanisch, und man gibt ordentlich Gas. Wen wundert es, wenn die Mitglieder schon bei Bands wie RUINOUS, FUNEBRARUM, DETERIOROT, ABACINATE und DYSENTERY aktiv waren und die Burschen schon die Bühnen mit SUFFOCATION, INTERNAL BLEEDUNG, FUNEREUS oder DEHUMANIZED zerstört haben.

Der Drummer gibt ordentlich Zunder von hinten und die Restfraktion folgt höflich. Hinzu kommt ein doppelter Gesang, Growls und Screams. Dabei geht man recht abwechslungsreich zu Werke. Während der Opener auf Vernichtungstour ist, groovt man sich bei "Christened Upon The Slab" und "Not Peace But Pestilence" ordentlich durch die Botanik. Der Knaller ist aber das 6:38 Minuten-Stück "Scorched Earth And Blackened Skies". Hier trifft amerikanische Brutalität auf schwedische Melodie, natürlich alles im Namen des Death Metal. Gegroovt wird nebenbei auch noch, und hervorragende Riffs und Tempowechsel sorgen für eine absolut geile Atmosphäre. "Source Of Evil" macht wieder alles kaputt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Besonders das Drumming gefällt mir hier. Die durchrasselende Doublebass, argh! Und am Ende wird gegroovt, was das Zeug hält. Irgendwie bedaure ich, dass ich die Band nicht mitbekommen habe, denn die Burschen spielen meines Erachtens ganz groß auf. Gefangene werden hier nicht gemacht. Herrlicher Death Metal, welcher in allen Bereichen überzeugen kann. Melodische Leads, Soli, Dissonanzen, Grooves, Ballerparts, doppelter Gesang. Alles am Start und gut kombiniert. Mit 37:05 Minuten hat man auch die richtige Länge für ein Death Metal-Album. Lecker, denn trotz des ganzen Geholzes, auf welches ich ja stehe, kommt keine Langeweile auf, denn sie haben genügend Tempowechsel und Abwechslung am Start.

Fazit

Amerikanischer Death Metal trifft auf skandinavische Melodien und Breakdowns aus New Jersey. Die Vocals sind auch erste Sahne und der Sound schön aggressiv, brutal und drückend. I love it.

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