Jerkbait - Paralyzed

von Hans H.

Bewertung: 10/10

Jerkbait - Paralyzed

Ich bin sehr angetan von dem Debüt der jungen Mannschaft aus meiner Nachbarschaft. Ok, da ist eine offene Grenze und die sprechen einen anderen Dialekt, aber wohnen dichter dran als so manch ein Ostfriese. Aus dem schönen holländischen Städtchen Stadskanaal kommen die vier Metaller und präsentieren uns eine Konstellation aus New Wave of British Heavy Metal, Punk und Grunge mit natürlicher Gesangsstimme. "Predator & Prey" geht voll ab! Ein verführerisches Stück zum Headbangen! Nicht ganz so druckvoll wie der Opener, aber rockig ist "Not This Time Too". Der Song lädt zum Tanzen ein. Ohne Atempause geht es gleich zum nächsten Hit "72 Days". Leichte Punk-Einflüsse bringen noch ein gewisses Etwas in die Songs. "Z", so lautet der vierte Song, und was macht der für Laune! Der Gesang kommt aus dem Grunge-Bereich, die Melodien sind mitreißend und versprühen Partylaune. Zur Beruhigung gibt es "Because Of You", eine Powerballade. Die Strophe ist ruhig gehalten, steigert sich zum Refrain, so dass der Fan mitgrölen kann. Nach der Pause kommt das punkige und sehr dynamische "Commin' Get Ya" mit Drumsolo in der zweiten Hälfte des Songs. "Don't Wanna Be A Fool", eine Rock- / Punk-Nummer, macht einfach Spaß und verbreitet gute Laune. Bei dem Song schoss mir gleich "The Fall Guy - The Unknown Stuntman Lee Majors" ("Ein Colt für alle Fälle"-Theme) ein! Der achte Song ist auch leider schon der letzte. "Paralyzed" verabschiedet sich rockig mit Ohrwurmrefrain und rundet ein sehr starkes Debütalbum ab.

Anspieltipps: "Paralyzed", "Z", "72 Days" und die anderen Songs

Fazit

Die Holländer haben sich die Messlatte sehr hoch gesetzt. Das habe ich nicht oft, dass ein Album bei mir so einschlägt. Es verbreitet gute Laune ohne Kitsch oder Schnörkel, es sind Gitarrensoli und als Überraschung ein kurzes Drumsolo in den Songs vorhanden. Es ist geradeaus und klingt ehrlich. Dafür gibt es die volle Punktzahl.

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