Infest - Addicted To Flesh

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 9/10

Infest - Addicted To Flesh

Da sind sie wieder, meine Lieblingsserben. Ok, so viele kenne ich nun auch wieder nicht, ist klar. Die Burschen aus Jagodina sind auch bereits seit 2002 dabei, und spätestens seit dem Album "Cold Blood War" haben sie mich als Fan gewonnen. Der Song "Of Everlasting Hate" ist eine Hymne. Das war Album Nummer vier. Die Burschen haben sich danach den Arsch abgespielt, überwiegend mit ihren Brüdern von TURBOCHARGED. Auch in mein wunderschönes Ostfriesland haben wir sie gelockt, und sie haben unseren ganzen Laden auseinandergenommen. Herrlich. Sehr geil ist auch das Label, welches sie jetzt gefunden haben. Defying Danger Records von meinem Kumpel, dem Jense, der früher mal bei CUDGEL war und das legendäre Festival "Fuck the Commerce..." auf die Beine gestellt hat. Mit SLEDGEHAMMER NOSEJOB hat er dieses Jahr schon ein leckeres Ding herausgebracht. Und nun folgt mit INFEST ein weiteres. Der Bursche hatte schon immer ein Händchen für geile Undergroundbands.

INFEST selber bezeichnen sich und ihre Anhängerschaft als "Deathrash Legion 666", und nun wurde es Zeit, dass es auch einen Song dazu gibt, aber vorher kommt, direkt nach dem Intro, der beste Song des Albums: "Hail To Mother War". Bombe. Dazu gibt es auch ein Video zu begutachten. Alles, was die Band ausmacht, ist hier zu hören. Derbste Mischung aus Death und Thrash Metal. Schnelle, treibende Riffs, geilste Rhtyhmen, schnelles Drumming, zerstörende Vocals, songwriterisch perfekt eingesetzt. Ein Song, der sofort klar macht, dass die Burschen trotz der ganzen Livegigs nichts an Energie verloren haben. So mag ich es und so will ich es hören. Absolut intensiv. "Deathrash Legion 666" erreicht nicht ganz die Qualität des Openers, schlägt aber absolut in die gleiche Kerbe und vernichtet alles, und kommt natürlich mit einem Refrainpart daher, und der ist natürlich auch geil. Ein Song von Fans an Fans, ohne Pathos, aber mit sehr viel Herzblut und vor allem Power. "Be a part of the Deathrash Legion 666", würde ich mal sagen. Besonders live wird dieser Song alles niederwalzen.

"Addicted To Flesh" bietet dann Abwechslung im Death/Thrash und kommt mit Chorusgesang daher. Hier kann man besonders kompositorisch überzeugen. Kommt zur rechten Zeit und geht gut ab. Besonders der Anfang und das treibende Riff hauen einen um. Natürlich gibt es hier auch Vollgas, ist klar. Der Schwerpunkt liegt hier irgendwie auf den Gesangpassagen. Ein leckeres Solo rundet den Spaß ab, und dann schönes Gehacke mit Melodie drüber. Beinahe tanzbar ist "I Bring You War". Langsamer und schleppender Anfang. Hier ist besonders das druckvolle Drumming zu erwähnen, welches schön drückt und trotz des schleppenden Tempos absolute Härte in den Song bringt. Refrainpart mit hängenbleibendem Riff inklusive. Bringt zur rechten Zeit etwas Ruhe ins Album. Top! "Nailed To Your Spine" wartet wieder mit absolut geilem Riffing und einem langen "Yeeeaaaaahhh" zu Beginn auf und wird langsam mit schönem Gesangspart und Uftata-Unterstützung aufgebaut. Der Song geht auch recht schleppend von der Hand und bietet eine markante Melodie. Allerdings habe ich immer auf die Tempoverschärfung gewartet. Umsonst, dafür ein Solo, welches auch schockt, und dann nach 2:38 Minuten kommt doch die von mir geforderte Tempoverschärfung, und wie. Burner, yeah. So geht das. I love it. Kuzres Zwischenspiel, und dann wieder Gummi, bis man dann wieder in den Uftata-Part wechselt, um am Ende die Melodie wieder zu bringen. Yeah! Geiler Songaufbau! "The Blind One Leads The Way" gibt gleich von vorne an Gas und kommt teilweise mit doppeltem Gesang daher. Vollspeed Death/Thrash, absolut intensiv und geradeaus. Nach fast vier Minuten ist man fertig mit der Welt. Am Ende wartet man aber überraschenderweise mit Sprechgesang, melodischem Part und einem Groove auf. "Stigmatized" reiht sich nahlos in die Attacken ein, bietet nach 1:40 Minuten einen groovigen Part, der aber noch absolut druckvoll ist. Natürlich darf auch ein Solo nicht fehlen. Am Ende dann "The Awakening Failed". Der Song geht quasi mit einem Schlagzeugsolo los und wird dann systematisch aufgebaut. Stopp, Vorspieler und Gummi. Attacke hoch zehn. Jawoll. Doppelter Gesang mit chorusähnlichen Klängen. Und natürlich Gummi. Sehr feines Riffing mit Solopart. Der Song ist wieder absolut aggressiv und hält das Tempo hoch. Guter Rausschmeißer.

Fazit

"Addicted To Flesh" ist genauso geil geworden, wie ich es erwartet habe. Intensiver, aggressiver und schneller Death/Thrash mit knallenden Vocals. So soll es sein. Pflichtkauf.

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