Incited Abomination - Explicit Fantasies - Conjrued Abnormalities

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 6/10

Incited Abomination - Explicit Fantasies - Conjrued Abnormalities

Die beiden ehemaligen CYPHONISM-Mitgieder Leon und Torben beschlossen im Jahre 2013, irgendwie ein Projekt zu starten, schrieben einige Songs und nahmen diese 2015 in Form einer Demos auf. Die beiden Wolfsburger machten weiter, nahmen 2017 eine Promo auf, und dann eben dieses Album. Info von der Seite: "Gespielt wird eingängiger, sowohl High-Speed als auch Mid-Tempo Death Metal, welcher definitv auf den Livegebrauch ausgerichtet ist. Nichts Kompliziertes, nichts Unnötiges". So. Auf den Punkt gebracht. Dass es sich um eine Eigenproduktion handelt, hört man gut heraus, die Produktion ist aber ok. Brutal Death Metal wird ja heute kaum noch zelebriert. Die meisten bewegen sich ja im Slambereich. INCITED ABOMINATION geben aber ordentlich Gas. Der Opener "Intenstinal Malrotation" und der Nachfolger (inklusive Sample) fliegen so an mir vorbei, aber die nächsten beiden Songs "Hangman's Blues" und "Hydrocephalus" nehmen mich mit auf die Reise, denn hier wird einem alles geboten: Geballer und Midtempo mit anspruchsvollen Riffs. Vor allem kommen in beiden Songs melodische Riffs zur Geltung, die sitzen. Fett. Allerdings muss man sagen, dass "Hydrocepahlus" nach zwei Minuten abrupt beendet wird. Schon schade, denn der Song hat es in sich, besonders eben das melodische Riff. "The Crying Game" kommt dann schleppend und stampfend daher und spricht eben die Slamfreunde oder die DYING FETUS-Fans an, denn das Tempo wird auch erhöht. Klingt aber recht verwirrend. "Necrophilic Polyamory" ist dann endlich ein richtiger Ballersong. Hier gibt es 100 Sekunden ordentlich was ins Gesicht. Jupp, mit tiefen Growls, die teilweise gedoppelt werden, und auch Squeals. "Amelia" kommt schon fast punkig daher und klingt irgendwie anders, aber geil. Klingt wie ein Cover. Das weiß ich zwar nicht genau, da ich keine Infos habe, aber da gehe ich ganz stark von aus. Klingt derbe schön. So zieht man sich durch 12 Songs.

Fazit

Da ich ein Liebhaber des brutalen Death Metal bin, gerade amerikanischer Natur, sagt es dem Papa natürlich zu. Allerdings muss man sagen, dass man am Songwriting noch ein wenig tüfteln muss, sofern man ganz oben mithalten möchte. Für ein Debüt aber absolut in Ordnung. Natürlich dürfen Samples nicht fehlen, ist klar.

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