Everlasting Carnage - Slaughterhouse Rock

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 6/10

Everlasting Carnage - Slaughterhouse Rock

EVERLASTING CARNAGE ist eine Kombo aus Straßfurt, in der Nähe von Magdeburg, und bedient mit ihrem Erstwerk dem absoluten Underground. Da bin ich natürlich mit dabei. Seid 2015 sind die Burschen zusammen. Ansonsten zocken die fünf Schweineköpfe noch bei diversen anderen Bands, deren Namen aber nicht  verraten werden. Muss man in jedem siebten Schweinedarm nachsehen. "E.C. Has Entered The Building" - oha, muss man flüchten? Nee, bestimmt nicht. Die Burschen aus Straßfurt hauen in diesen Song alles rein, was sie an Einflüssen verarbeiten wollen. Death Metal-Parts, thrashige Riffs, Melodien und groovige Elemente. Klingt teilweise noch ein wenig zusammengewürfelt, rockt aber wohl. Der melodische Part und der Groove bleiben hängen. Hinzu kommen die tiefen Vocals. "Rock'n'Growl" hat den Spaß ja schon im Namen, irgendwie. Midtempo und Uptempo geben sich hier die Hand in die Klinge, und da geht er hin. Auch hier bleiben die melodischen Riffs hängen, und das schleppende Drumming dazu. Vorspieler und so sind auch dabei, damit man weiß, wann Zeit zum Tanzen ist. Jo, fruchtet ganz gut.

Schweinegeräusche und schleppender Part. Was stimmt denn hier nicht? Ach so, war nur die Vorhölle, denn dann gibt es auf die Zwölf, und die Hölle bricht aus, yeah. Schönes Geholze gibt es bei "Imprint" zu hören. "Der Schweinemann" geht so an mir vorbei. "Track #49" ist schön kurz, Tempo und markantes Riff. Hinzu kommen Stopps. "Rise Of Slaughter Joe" bietet ein herrlich markantes Riff, Tempowechsel und screamige Vocals. Klingt aber irgendwie ungar, mehr so zusammengewürfelt. Schockt aber trotzdem irgendwie. EVERLASTING CARNAGE wühlen sich durch das Schlachthaus, verwenden natürlich auch dementsprechende Intros und rocken den Schuppen ordentlich auseinander. Als Zutaten werden neben Schweine- und Kuhkadavern noch Beigaben aus dem Death Metal, Thrash Metal und Grindcore verwendet, wobei der Death Metal klar im Vordergrund steht. Am besten gefallen sie mir, wenn sie langgezogene Riffs verwenden, so wie bei "Rise Of Slaughter Joe". Lecker Ding. Die Produktion ist für ein Eigengewächs echt Topp, und der teilweise dreifache Gesang passt wie die Faust auf's Auge. Am Songwriting kann man noch ein wenig feilen, wie ich finde, und auch am Bandfoto (wird nicht verraten). Ansonsten machen sie durchaus Laune, sofern man eben Death, Thrash und Grind mag. Nach zehn Songs und 33 Minuten ist der Spaß auch schon zu Ende. Der Titel lässt mich immer an meine Brüder von MEATKNIFE denken, davon sind sie aber musikalisch weit entfernt.

Fazit

Gute-Laune-Album mit Steigerungspotential. Grüße aus dem Schlachthaus, und vor allem an den Nasenbär für's Taxifahren, oha. Spaß scheinen die Burschen auch zu verstehen, und das ist doch mal was.

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