Eraserhead - Holdout

von Sascha S.

Bewertung: 9/10

Eraserhead - Holdout

Aaah, die Mittelhessen wieder. Ein kleines, aber keineswegs leises Lebenszeichen präsentiert uns das Quartett hier, und das gerade mal ein Jahr nach dem ordentlichen Full Length-Debüt "Remnants Of Decadence". Eben jenes Album wurde noch über Bret Hard Records veröffentlicht, diese EP hier haben die Jungs auf eigenen Wunsch ohne Labelunterstützung herausgebracht. Warum? Weil sie es können, wahrscheinlich. Egal, Hauptsache, die Mucke ballert, und das tut sie, das tut sie sogar sehr. Mir persönlich ist das Teil mit drei neuen Songs und zwei Livetracks natürlich viel zu mager ausgefallen, aber es soll ja auch wohl eher als Appetizer dienen.

Den Anfang macht das treibende "Blood Stains The Floor", und eines fällt sofort auf. Der Sound ist besser als auf dem Longplayer. Für den Mix haben die Jungs Max Mannheim von den belgischen Speed-Metallern EVIL INVADERS an Bord holen können. Der Kerl hat offensichtlich einen guten Job gemacht und es sich darüber hinaus nicht nehmen lassen, dem Opener auch noch ein Gastsolo zu verpassen. "Blood Stains The Floor" metzelt sich durch seine Spielzeit und weiß vor allen Dingen durch seine Aggressivität zu gefallen. Track Nummer zwei und gleichzeitig Titelsong ist eher etwas ERASERHEAD-untypisch und versucht sich auch an Black Metal-artigen Riffs. Hat mir anfangs überhaupt nicht getaugt, aber nach dem fünften oder sechsten Durchgang sah die Sache dann schon etwas anders aus. "Queen Of Scots", bereits der letzte neue Song, fällt dann, wie schon der Opener, eher thrashig aus. Die wunderbar dosierten Gitarren machen diesen Track nur noch brutaler. Der Song wird noch in vielen Moshpits abgefeiert werden! Auf die zwei Livestücke gehe ich hier gar nicht weiter ein, sind sie doch eher als eine Art Bewerbungsschreiben zu sehen. Richtiger Hörgenuss kommt durch die überaus mäßige Quali nämlich kaum auf. Naja, dann skippt man die eben oder legt sich nur die ersten drei Songs in die Playlist. Die haben es nämlich wahrlich in sich. Klasse Songs, super Cover, nur leider eben viel zu kurz.

Fazit

Ich bleibe hier am Ball und denke, dass aus der Richtung von ERASERHEAD noch einiges kommen wird. Für diese Bombenleistung gibt es fette neun von zehn Punkten!

Zurück

Einen Kommentar schreiben