Entrench - Violent Procreation

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 8/10

Entrench - Violent Procreation

Ich könnte eine von meinen beiden Gehirnzellen darauf verwetten, dass wir diese Band nächstes Jahr auf dem Party.San sehen werden, denn dieses Album erscheint bei War Anthem Records, und das zu Recht. 2005 erblickte diese Kombo das Licht der Welt und schaffte es nach fünf Demos, endlich im Jahre 2011 ihr Debüt "Inevitable Decay" auf die Menschheit loszulassen. In 2014 erschien dann noch eine Split mit INSANE, und nun das Album Nummer Zwei.

Was haben uns die Schweden zu bieten? Um das mal mit dem ollen Mario Barth zu sagen: "Kennste KREATOR, kennste KREATOR, kennste ne, Kennste KREATOR. Nur die Alten? Richtig so!" So oder so ähnlich. Die Burschen haben Adrenalin im Gesäß, das Blut kocht und die Aggressionen müssen raus. Eine sehr derbe Mischung aus Death und Thrash Metal kommt da aus den Boxen gequollen. Nichts für schwache Nerven. Ich habe in letzter Zeit selten eine Band gehört, die diesen Stil so extrem, intensiv und aggressiv vorträgt. Rasiermesserscharfe Riffs, kombiniert mit nach vorne prügelenden Drums und einer absolut brutalen Stimme, dazu noch eine raue Produktion, die den ganzen Spaß auf den Punkt bringt. Laut Label für Fans von SADUS, MERCILESS, RAZOR und KREATOR. Gerade die Thrasher aus Altessen zu ihrer Glanzzeit müssen hier erwähnt werden. Einige Songs erinnern an "Endless Pain", "Pleasure To Kill" und vor allem "Terrible Certainty"! Hier und da klingen Songs schon nach "Toxic Trace" oder anderen Machwerken. Keine Kopie, kann ja auch nicht, denn dazu haben ENTRENCH viel zu viele Death Metal-Elemente mit in ihrem Sound. Swedy Gonzales ist hier am Werk, die schnellste Maus aus Schweden. Von dem Grundspeed, dem Grundgedanken und der Brachialität erinnern sie mich an INCARCERATION aus Brasilien/Hamburg, denn auch diese überrollen Dich wie ein D-Zug. Songs wie "Those Who Exceed", Devoid Of Life" und vor allem "Calm The Urge" überfahren Dich.

Fazit

ENTRENCH legen den Thrash/Death mal ganz anders aus, und dieses sowas von geil. Ein bisschen Abwechslung wäre nicht übel, aber ansonsten knallen die Songs sowas von herrlich, Burner. Ich freue mich schon, die schwedischen Granaten nächstes Jahr live zu sehen. Ich hoffe es zumindestens, denn, wie ich es der Biografie entnehmen kann, ist der Drummer Victor Holmström leider in 2014 verstorben. R.I.P. Victor. Ein Bier auf Dich und die gedrückte Repeat-Taste!

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