Discreation - End Of Days

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 8/10

Discreation - End Of Days

DISCREATION aus Hanau in Hessen dürften jedem deutschen Death Metal-Fan ein Begriff sein, denn bereits seit 2001 lärmen die Burschen herum und zelebrieren das, was wir alle lieben. Death Metal! Mittlerweile sind sie beim fünften Album angekommen, aber so richtig bekannt wurden sie erst mit ihrem letzten Album "Procreation Of The Wretched". F.D.A. Records hat seinen Beitrag dazu geleistet, und das viele Spielen natürlich auch. Der Sänger wurde ausgetauscht und acht neue Songs warten auf uns. Die Originalmember Sebastian (Gitarre) und Peter (Bass) haben echt eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt. Dieses konnte ich bereits mehrfach live feststellen.

Alter Schwede, der Opener "End Of Days" kommt gleich absolut brutal aus den Boxen geschallert. So muss man ein Album beginnen. Für mich das absolute Highlight des Albums und zu Recht Beginn der Vernichtungstour. Ohne Intro gibt man gleich Gummi und zelebriert alles das, was die Band ausmacht. Langgezogene, melodische Gitarrenparts und schönes, schnelles Drumming drauf, aber auch Midtempoparts und Groover eingeschlossen. Aber nicht in Form des ach so beliebten Slams, sondern schon in alter Manier. Leckerer Song, großartiges Ding. Old School Death-Manier, schön klassisch. Hinzu kommt der doppelte Gesang, und fertig ist der Spaß. Der neue Sänger Marco macht seine Sache hervorragend. Auf dem Schlachtfest in Aurich haben die Burschen mich auch live beeindruckt und auf die Reise mitgenommen. Diese acht neuen Songs tun das ebenfalls. "The Blood Mill" fängt langsam an, Gitarren vorweg, und dann erwartet man Alarm! Und so ist es auch. Kurzes Midtempo-Uftata, und dann Gummi. Herrlich. Aber nicht um der Geschwindigkeit willen, sondern nur, um den Song einfach brutal zu gestalten. Macht absolut Laune. Das Riffing von Sebastian und David sticht absolut heraus. Hier beweisen sie, dass sie sich auch in langsamen Parts zu Hause fühlen. Schöner Mitbangpart, angekündigt von einem "Hu", und ab dafür, Lead danach und wieder bangen, und in einen Midtempopart, und wieder der melodische Leadpart. Lecker.

So ballert und tümmelt man sich durch acht Songs. Langeweile wird hier ganz klein geschrieben, denn zwischenzeitlich klingt man sogar richtig atmosphärisch, so wie bei "Dark Possession", und so beweisen sie, dass sie sich auch mit neumodischem Death Metal anfreunden können, allerdings überwiegt zum Glück der Old School Death Metal, keine Frage. Auch bei diesem Song gibt es später ordentlich auf die Glocke. Eine schöne Mischung, welche auf dem ganzen Album zu vernehmen ist. Produziert wurde das Ganze von Thilo Krieger (LAY DOWN ROTTEN). Schöner altbackener, aber klar differenzierter Sound. Punktlandung. Gemastert wurde der Spaß von Brad Boatright, der auch für Bands wie VALLENFYRE oder WOLFBRIGADE zuständig ist. Sicherlich weist das Album auch hier und da kurzfristige, nicht so spannungsgeladene Momente auf, aber diese halten sich sehr dezent zurück. Das langsame, schleppende "El Magico" z.B. ist nicht so meins.

Fazit

Wer wie ich auf klassischen Death Metal steht, der muss sich dieses Album zulegen. Keine Frage. "End Of Days" ist erneut der Beweis, dass guter Death Metal durchaus aus Deutschland kommen kann. Der Song "End Of Days" wird 100%ig in meiner Radioshow laufen, aber so was von. Death Metal Victory. F.D.A. Records hat mal wieder ordentlich einen rausgehauen.

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