Desecresy - The Mortal Horizon

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 5/10

Desecresy - The Mortal Horizon

Hinter DESECRESY verbirgt sich der Genosse Tommi Grönqvist, der früher bei SLUGATHOR tätig war und dann als Ein-Mann-Maschine anfing, Alben zu schreiben. Seit 2009 ist er auf Solopfaden unterwegs, und mittlerweile konnte er einen Deal mit Xtreem Music ergattern und regelmäßig Alben abliefern. Nun ist er bei Album Nummer fünf. Bis 2016 wurde er gesangstechnisch von Jarno Nurmi unterstützt, der früher ebenfalls bei SLUGATHOR war, aber dieses Album hat der gute, alte Tommi komplett alleine gestaltet. Die Finnen spinnen, natürlich im positiven Sinn. Gerade im Death Metal gehen die Burschen irgendwie eigene Wege, ob es an der Umgebung oder am Wetter liegt, keine Ahnung, aber die atmosphärischen Elemente haben die Burschen drauf, und alles klingt irgendwie depressiv, aber auch wieder im positiven Sinne. Klingt komisch, ist aber so.

"Amidst", der Opener, hat es auch in meine Radiosendung "Radio Mähdrescher" geschafft. Der Song ist sehr melancholisch und schleppt sich vor sich hin, doch am Ende wird noch einmal Fahrt aufgenommen, was das Ganze recht interessant für mich macht. Skandinavischer Metal finnischer Art, so wie man es gewohnt ist. "Horizon Blazing" dagegen ist recht fix und macht sogar Laune, da mit gutem Riffing ausgestattet. Mir ist der Songaufbau aber teilweise zu verzwickt und vertrackt. Bemängeln muss man definitiv den Sound, bzw. die Produktion. Klingt sehr nach Proberaum und wird sogar mitten im Album noch mieser. Klar gibt es Schlimmeres, das ist heutzutage aber echt nicht mehr nötig, das aber nur am Rande. Ok, kommen wir zurück zur Musik. "Percussive Necromancy" kommt düster um die Ecke gewalzt, schön schleppend. "Excavation" verfolgt im Grund dieselbe Richtung, wartet dann aber plötzlich mit Geballerparts auf. Gute Idee, so wird Langeweile vermieden, denn das nachfolgende "Concealed Depths" bewegt sich ausschließlich im Midtempo. Geht irgendwie an mir vorbei. Leider ist das bei "Atrophoid" auch nicht anders. Man kann zwar mit dem Kopf nicken, aber irgendwie berührt er mich nicht und bleibt nicht hängen. Besser wird es zwar bei den Songs "Telekinetic Ignition" und "Perpetual Waves", aber auch nicht viel. Die Songs plätschern nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht hervorragend vor sich hin. Eine gelungene Mischung aus Death und Doom Metal bietet da der Rausschmeißer "Approaching Infinity". Eine gelungene Mischung aus beiden Sparten mit Banggarantie und Dunkelheit. Kommt gut.

Fazit

"The Mortal Horizon" ist teilweise ganz geil, aber teilweise eben auch relativ belanglos, und die Produktion spricht auch nicht gerade für ein Highlight.

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