Decrepit Birth - Axis Mundi

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 8/10

Decrepit Birth - Axis Mundi

Wohnt der Weihnachtsmann eigentlich in Santa Cruz, oder woher kommt der Name? Man weiß es nicht. Zumindest liegt diese Stadt in Kalifornien, und die Band DECREPIT BIRTH stammt von dort. Allen, die sich ein wenig mit extremer Musik beschäftigen, dürfte der Name ein Begriff sein. Seit 2001 sind die Burschen schon zusammen, allerdings wurde es nach dem dritten Album namens "Polarity" sehr ruhig um die Band. Dieses war im Jahre 2010. Es wurden natürlich Gigs gezockt und neue Songs geschrieben, aber vor allem bekam man Aufmerksamkeit dadurch, dass Frontmann Bill Robinson mit SUFFOCATION in Europa auf Tour war, da ja Frank Mullen keine Eurotouren mehr macht. Sei es drum. Nach sieben Jahren endlich wieder ein Lebenszeichen von DECREPIT BIRTH, und dieses lohnt sich und ist hoffentlich nicht das letzte.

Der Opener beginnt quasi mit einem Intro und bietet dann alles das, was die Burschen zu bieten haben. Brutalität und Technik, und alles im Sinne des Death Metal, keine Frage. Für mich geht das Album aber erst so richtig beim dritten Song "The Sacred Geometry" los. Welch ein brutaler Song, technisch einwandfrei und megafettes Riffing. Trotz der Komplexität kommt man immer auf den Punkt, und dieses ist ja nicht so einfach. "Hieroglyphic" hat sogar einen Groovepart mit drin, der natürlich nicht 08/15 daher kommt, sondern sehr variiert, und danach geht man fast in einen CYNIC-lastigen Jazzpart über. Ja, die Burschen wissen schon, wie es geht, keine Frage. Überhaupt finde ich sie richtig fett, wenn sie ihre technischen Fähigkeiten in groovige Klänge umsetzen, so wie bei "Transcendental Paradox". Richtig fett, bleibt natürlich nicht so. Ich muss aber zugeben, dass sie mir manchmal dann auch zu verspielt sind. Zum Glück kommen die Burschen immer wieder zum Punkt und können somit überzeugen. Die Vocals sind auch hervorragend, ebenso wie die Produktion, die sehr drückend und somit passend ist. "Mirror Of Humanity" ist schon richtig straight und geradlinig, betrachtet man dieses aus Sicht von DECREPIT BIRTH. Schöner, brutaler Death Metal mit knackigen Riffs und technischen Spielereien. So muss es sein. So ballert man sich durch neun eigene Songs und endet mit dem Instrumentalstück "Embryogenesis", um geschickt in ein Instrumentalcover zu wechseln: "Orion" von METALLICA. SEPULTURAs "Desperate Cry" und "Infecting The Crypts" von SUFFOCATION werden dann noch draufgesetzt. Man muss natürlich nicht erwähnen, dass die Songs in typischer DECREPIT BIRTH-Manier vorgetragen werden.

Fazit

Wieder mal ein leckeres Ding, welches mir persönlich aber teilweise zu beladen ist, aber das stört nur am Rande. Wer ORIGIN frühstückt, Mittags CRYPTOPSY verzehrt und sich Abends dann noch NECROPHAGIST reinlümmelt, der kann bei "Axis Mundi" bedenkenlos zuschlagen.

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