Dead - A Dirty Mind Is A Joy Forever

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 8/10

Dead - A Dirty Mind Is A Joy Forever

Die Band DEAD muss man eigentlich nicht mehr vorstellen, sofern man sich etwas im Death und Grind auskennt. Nürnberg olé! Die Burschen sind ja auch schon seit Ewigkeiten unterwegs, und dieses hört man natürlich an ihrem Sound, der von Anfang an dreckig und roh ist, aber gut und differenziert aus den Boxen knallt. Seit 1990 sind sie dabei, und dieses hinterlässt natürlich Spuren. Da muss man einem nicht mit modernem Kram kommen. Das 2011er Album namens "Hardnaked...But Dead" fand ich schon geil, und mal sehen, was sie auf Album Nummer sechs zustande bringen, welches via F.D.A. Records auf Menschheit losgeslassen wird.

"Hello, it's good to be back". So geht ein Intro. Danach kommen auch gleich die drei Highlights für mich auf diesem Album. "Snakey Brown" ist ein typischer Death/Grinder der Marke DEAD. Schnelle Parts wechseln sich mit beinahe tanzbaren Midtempo-Parts ab. Dreckige Attitüde obendrauf, und ab geht er. So soll es sein, so macht es Laune. "Call Of Beauty" macht klar, warum die Burschen immer in Zusammenhang mit PUNGENT STENCH gebracht werden. Auch hier regieren zwar der Death und der Grind, aber mittendrin kommt eben ein richtiger Tanzpart, der in Richtung Rock'n'Roll geht. Nicht neu, aber definitiv geil, unheimlich geil. Cooler Song. "Ass Metal" ist mein absoluter Lieblingssong auf dem Album. Hier gibt es auf die Zwölf. Dreckig, groovig und schnell. So mag ich es, so will ich es hören. Natürlich habe ich diesen Song in meiner Show "Radio Mähdrescher" schon gespielt. Kongenial. Besonders der Mitgröl-Refrain hat es in sich und animiert sofort zum Mitgrölen. Textlich mag man es gerne sexuell, ist ja auch nichts Neues, und man hat sich die glorreichen Siebziger als Grundlage vorgenommen. Passt! Insgesamt bieten uns die Jungens aus der Uli Hoeneß-Würstchenstadt acht neue Songs und je ein Cover der Bands PLASMATICS und THE SONICS an. Hier und da mal gut am Abdrehen, so wie das Gitarrenspiel bei "Easy Meat". Uftatas dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Fazit

DEAD not dead. Die sechs Jahre Wartezeit haben sich definitiv gelohnt, sofern man textlich auf erotisches Zeug abfährt und musikalisch dem Grindcore nicht ganz abgeneigt ist. Back to the roots ist angesagt, und so ballert man sich schön pervers und schmutzig durch die Botanik, ohne die Uftatas und die Grooves zu vergessen. Auch rockige Klänge sind zu vernehmen, aber der Grindcore macht das Rennen. Was ich an DEAD immer mochte, war der abwechselnde Gesang, der mich auch dieses Mal wieder fasziniert. Lecker Ding! "Call Of Beauty" und "Ass Metal" lassen auch eine gewisse Art von Humor durchschimmern! Yeah!

Zurück

Einen Kommentar schreiben