Damnation Defaced - Invader From Beyond

von Sascha S.

Bewertung: 9/10

Damnation Defaced - Invader From Beyond

Das sympathische Quintett aus Celle ist mal wieder am Start. "Invader From Beyond" heißt der neueste und bereits dritte Longplayer der Jungs. Nach dem (zumindest bei mir) mehr oder weniger irgendwie untergegangenen Vorgänger "The Infernal Tremor" war ich logischerweise ohne allzu große Erwartungen an die Sache herangegangen. Die Scheibe ist auch anfänglich nicht wirklich toll, und ich hatte mir schon mein Häkelzeug gegriffen, um die Zeit etwas nützlicher gestalten zu können. Auch das Cover trägt auf den ersten Blick nicht wirklich zur Erheiterung bei, ist es doch im ersten Moment sehr trist anzuschauen. "Gut, das wirklich komische Intro habe ich gleich durch, hoffentlich ist die Scheibe nicht allzu lang ausgefallen", dachte ich da noch so bei mir.

Und dann kommt alles anders! Plötzlich bricht "Goddess Of Machines" über mich herein und ein leichtes Grinsen macht sich breit. Häkelzeugs in die Ecke geworfen und etwas genauer hingehört. Geil, die Songs werden ja tatsächlich immer besser und besser. Schauen wir uns das Ding doch mal etwas genauer an. Aso, das Teil ist ein Konzeptalbum. Dann wird da ja langsam 'n Schuh draus. Darnoc, Ordif, die prägnanten Synthies und auch das Cover, plötzlich macht alles Sinn. Auch das im ersten Moment wirklich bescheuerte Intro passt plötzlich und wird vom Hörer verziehen.

Songs wie "Mark Of Cain" oder auch der Titelsong machen deutlich, was die Jungs zu leisten im Stande sind. "Invader From Beyond" ist interessant, klingt frisch und hat keine Angst vor anderen, abgedrehten Sounds, und das alles ohne die Wurzeln außer Acht zu lassen oder zu core-ig zu werden. Ein wahrlich großes Werk!

Fazit

"Invader From Beyond" ist nichts für zwischendurch. Das Drittwerk der Niedersachsen ist eher als Gesamtkunstwerk zu verstehen, das Zeit benötigt und vielleicht auch nicht auf Anhieb verstanden wird. Ich bin mal sehr gespannt, wie sich das Album in ein bis zwei Monaten bei mir anfühlt. Wenn ich dann immer noch derart geflasht bin und sich das Teil nicht zu sehr abnutzt, ist es ein Anwärter auf das Album des Jahres.

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