Cipher - Deviance

von Sascha S.

Bewertung: 6/10

Cipher - Deviance

Die mitten in Frankreich (Limoges) angesiedelte Band CIPHER treibt nun auch schon beinahe 20 Jahre ihr Unwesen. Vornehmlich in heimischen Gefilden aktiv, haben die Jungs, mehr oder weniger heimlich, still und leise, ihren dritten Longplayer mit dem Arbeitstitel "Deviance" eingespielt. Die Scheibe bietet ganze 50 Minuten Mucke, wobei hier noch einmal vier Tracks abgezogen werden müssen (Intro, zwei Zwischenspiele und ein Outro). Meiner Ansicht nach haben CIPHER echt Potential und auch Freude an dem, was sie machen, allerdings finde ich ihre Songs in Summe irgendwie zu geradlinig oder einfach schlichtweg zu lang.

Ihr melodischer Death-Thrash, der mich immer sehr an ihre Landsmänner LOUDBLAST erinnert, macht durchaus Laune, kann aber leider selten 100%ig überzeugen, mich zumindest nicht. Gute Ideen zuhauf, aber irgendwie werden die Songs nie konkret auf den Punkt gebracht. Die französischen Lyrics machen es für jemanden, der nicht Französisch spricht (wie mich z.B.), auch nicht einfacher, sich auf dem Album zurechtzufinden. CIPHER können was, das steht außer Frage, und sind live bestimmt wirklich gut (eine Drei-Songs-Kostprobe gibt es auf der CD), aber sie verzetteln sich häufig in ihren eigenen Songs. Schade eigentlich, denn hier wäre definitiv mehr drin gewesen. So reicht es bei mir nur für sechs Punkte. Absolute Death Metal-Fanatiker und / oder Frankophile können hier gerne mal reinhören.

Anspieltipps: "Idylle Éthilique" und "13ème Arcane"

Fazit

Die Franzosen CIPHER sind in ihrer Heimat ziemlich angesagt, und das ist auch richtig so. In der großen weiten Welt gibt es allerdings zu viel Konkurrenz, als dass sie sich dort wirklich durchsetzen könnten, befürchte ich. Das Quartett hat mit dem Album "Deviance" ein ordentliches Werk abgeliefert, aber für den großen Durchbruch wird das nicht reichen.

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