Buena Vista Suicide Club - Ash Diamond

von Hans H.

Bewertung: 8/10

Buena Vista Suicide Club - Ash Diamond

BUENA VISTA SUICIDE CLUB aus dem Oldenburger Land, gegründet 2013, haben mit "Ash Diamond" ihre zweite Veröffentlichung auf dem Markt. Auf dem Markt? Bis jetzt wurden die beiden Veröffentlichungen über ihre Homepage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wer der Band was Gutes tun möchte, kann sich das gute Stück auch auf den kommerziellen Internetseiten oder Streamingprogrammen herunterladen oder anhören. Aber zurück zur "Ash Diamond". Hier gibt es in klassischer Thrash-Manier acht Songs in 32:38 Minuten auf die Ohren. Man nehme eine Prise SLAYER, etwas von PANTERA, einen Hauch von Martin Walkyiers Gesangsstil (Betonungen beim Singen) aus dem Jahre 1987 zur SABBATs "History Of A Time To Come"-Zeit, und fertig ist das Album. Oder ist es? Natürlich nicht! Es handelt sich nicht um eine Cover-CD der genannten Bands.

Gleich mit "Slippery When Dead", der Eröffnungsnummer, bekommt man eins auf die Zwölf. Aggressiver Gesang, geiles Riffing und ein grooviges Ende. Mit "I Am Borderline" haben sie für mich einen geilen Ohrwurm kreiert. Er kommt nicht ganz so schnell daher wie der Vorgänger, aber der Refrain ist sehr gut komponiert worden und ein Hit in meinem Ohr. In "A Flock Of Golden Calves" geht es gut zur Sache, mit coolem Background-Gesang und überzeugendem Refrain, ein Nackenbrecher, der live nicht fehlen darf. "Long Way Down" ist mehr eine Doom-Nummer, zumindest die ersten zwei Minuten. Zur Mitte des Songs geht es im mittleren Tempo weiter, um wieder im Doom-Takt zu enden.

Ein säbelrasselndes Intro ertönt, welches auf den Namen "Sanguinem Silvam" (lateinisch: Blutwald) hört. Passend zum Intro kommt "Vare Legiones Redde", was so viel wie "Varus, gib mir meine Legionen zurück" bedeutet! Groovender, treibender Rhythmus bestimmt den Song. Der Titelsong "Ash Diamond" hat ein geiles Riffing, klingt ab und zu wie ein Helikopter im Landeanflug, schreckt aber auch nicht vor ruhigen Passagen zurück. "Nothing Alien Is Human To Me" ist ein gelungener, in den Arsch tretender Rausschmeißer, nicht allzu schnell, aber mit angenehmem Banging-Teil und Gitarrensolo.

Anspieltipps: "I Am Borderline" und "Long Way Down"

Fazit

Starker erster Longplayer, hat einen besseren Sound als die Debüt-EP "Zero". Die Songs sind ausgereifter und der Gesangsstil hat ein sehr hohen Wiedererkennungswert. Für mich dürften ein paar Gitarrensoli mehr auf dem Album sein, was aber live mit lediglich einem Gitarristen nicht ganz einfach ist.

Zurück

Einen Kommentar schreiben