Breaking Samsara - Light Of A New Beginning

von Nico H.

Bewertung: 8/10

Breaking Samsara - Light Of A New Beginning

Die neue, noch nicht releaste Scheibe von BREAKING SAMSARA durfte ich Probehören, und auch, wenn BS ohrenscheinlich mittlerweile nicht mehr viel mit hartem Metal gemein haben, darf man ihre Qualität trotzdem nicht unterschätzen, und das zeigt sich auch hier wieder mit dem neuesten Produkt. Für mich war BREAKING SAMSARA immer nah an AEROSMITH, aber das sollte hier nur bedingt gelten, denn BS versteht es mittlerweile sehr gut, seine eigene Linie zu entwickeln und vor allem auch gut live zu präsentieren.

"Light Of A New Beginning" ist da ein gutes Beispiel. Geht gut ins Ohr und erinnert an guten Radio-Rock á la Bryan Adams, ist mir aber mit ca. sechs Minuten Spielzeit etwas zu lang, auch wenn die Zeit durch Soli und gutes Instrumentenspiel recht schnell vergeht. Früher gab's sowas öfter, Soli und Passagen ohne Gesang, die gute ein bis zwei Minuten oder länger gingen. BREAKING SAMSARA bringt das hier äußerst gut auf die Scheibe. Auch kommt die helle Stimme von Sänger Jan hier gut zur Geltung. Musikalisch kann man BS auch einfach nichts vorwerfen. Die ganze Scheibe besteht aus grundsolidem Rock, welcher gut nach vorne geht und enormes Ohrwurmpotenzial entwickelt. Mich würde es echt nicht wundern, wenn man einige Stücke mal auf bekannteren Rocksendern hören würde. "Money Ain't Worth A Dime", da dachte ich erst, dass die Jungs nun mal was aus der RAGE AGAINST THE MACHINE-Richtung probieren, sie relativieren das aber sehr schnell wieder und bleiben ihrer Linie treu, wenn auch die Gesangsparts hier völliges Neuland betreten. Hat was, da ganz leicht gescreamt wird. Auch hier lädt der Refrain zum Mitsingen ein. Sehr eingängig.

"Restless Nights": Hier fährt man weiter in der schnelleren Linie, das Lied ist eine absolute Live-Granate. Sicherlich einer der nicht so anspruchsvollen Songs auf der Scheibe, aber einer der tanzbarsten und massentauglichsten, könnte ich mir vorstellen. Tolles Gitarrensolo! "Scarsoul" hat 'nen guten Power Metal-Einschlag, aber ob das Teil unbedingt sieben Minuten lang sein muss? Ist mir dann doch etwas zu langatmig. "The End Of A Hero" ist bisher das für mich schwächste Stück auf der Scheibe. Wenn auch technisch wie gewohnt sehr stark, fehlt mir aber etwas die Stimme und ein, keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll, führender Rhytmus? Hätte auch ein Metalstück á la MANOWAR werden können, wenn es groß wird. "Time For Things To Change" startet als Ballade, nimmt dann aber Fahrt auf. Starkes Keyboard-Spiel, und die Stimme kommt hier wirklich sehr gut rüber, besonders die tieferen, ruhigeren Parts haben mich sehr beeindruckt. Wirklich starkes Teil, das auch von einem sehr dominanten Schlagzeug perfekt unterstützt wird. Hätte man auch als Ballade ruhig fortführen können, aber der Wandel zum Schnelleren gefällt mir gut. Der Fuß muss rumwippen.

Bei "Bye Bye Baby" hoffe ich nun auf nicht noch eine Ballade, da dies dann ein Lied vorher hätte passieren müssen. Kommt auch nicht, das Ding geht ebenfalls gut nach vorn und nimmt dem Pop Rock-Vorurteil endgültig den Wind aus den Segeln (es is aber immer noch sehr poppig zwischendurch). Solider Song, bringt keine Besonderheiten hervor, aber passt gut ins Gesamtbild und geht gut ab. Der Rhytmus überzeugt erneut. Wieder 'n Solo, und Soli können die Jungs! Schön finde ich die eingestreuten Retro-Keyboard-Sounds. Ich weiß nicht genau, wie ich die sonst beschreiben soll! "Rebel At Heart", jetzt geht's nochmal richtig ab zum Schluss! Dachte ich zuerst, aber das Lied flacht nach kräftigem Start etwas ab, um dann in das BS-typische Soundschema zu verfallen, was einfach gut geht. Als Abschluss (sofern er das denn überhaupt ist, denn die Lieder sind ja noch nicht richtig angeordnet) wäre mir das zu lasch, dafür sind noch bessere Kaliber auf der Scheibe unterwegs.

Fazit

Das ganze Teil kommt auf jeden Fall härter und schneller als erwartet rüber. Wenn man BREAKING SAMSARA immer nur als Pop Rock-Kapelle gesehen hat, sollte man das noch mal überdenken. Hier schweift man gerne auch immer mal wieder in Power und Heavy Metal-Gefilde ab. Steht der Truppe sehr gut. Die ganze Scheibe ist sehr eingängig und lässt sich ohne Probleme durchhören. Einige Lieder eignen sich super für die größere Radio- oder Livebühne, aber es sind auch Dinger dabei, die uns Metaller glücklich werden lassen. BREAKING SAMSARA liefern mit der Scheibe ein wirklich tolles Stück Arbeit ab. Es stimmt eigentlich alles und das Hören macht wirklich Spaß. Cooles Teil, und das, was ich live hören durfte, hat ebenfalls überzeugt. Daumen hoch und weiter so!

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