Blood Of Seklusion - Servants Of Chaos

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 8/10

Blood Of Seklusion - Servants Of Chaos

Bei der Vorbereitung zu meiner Radioshow "Mähdrescher" bin ich auf diese Band gestoßen, deren Namen ich zwar schon gehört hatte, der mir aber nicht im Bewusstsein war. Ich machte ein Party.San-Spezial, und diese Combo spielt da im Zelt. Mal was von gehört, interessant. Gestern nun lag Post von F.D.A. Records im Fach, und sieh mal einer guck, 'ne CD von BLOOD OF SEKLUSION. Mit einer kalten Geräuschkulisse arbeitet man sich in den Song "The Desert Of Lost Souls". Nach einer Minute schleicht man in Slow Motion-Tour durch die Botanik, und ab der dritten Minute nimmt der Song Fahrt auf, aber weiterhin schleppend, mit Vocals und einem dominanten Riff. Der Song bleibt auf langsamem Tempo, kriecht aber vernichtend aus den Boxen. Er nimmt mich dennoch nicht ganz mit auf die Reise, hat aber was Eigenständiges.

"Theatre Of Madness" bietet da schon mehr Power und gibt Gas. Alles im Namen des Old School Death Metal. Auch hier regieren die Riffs, und besonders die Uftata-Parts machen Laune. Tempowechsel stehen an der Tagesordnung, und ab geht die Post. Absolut bangfähig. Kurzer Stopp mittendrin, und Gummi. Gefällt mir sehr gut. Schöner Death Metal mit einer markanten Stimme. Natürlich grooviger Part mit Tempoverschärfung dabei, und melodisches Lead rüber. Passt auf's Auge. Old School wie Sau. "Unconventional Warfare", argh, sehr geiler Moment, und dann die alte Kerbe mit Vernichtungsgummi. Lecker. Das Riff ist sicherlich nicht neu, geht aber auf die Zwölf und ist richtig lecker. Der teilweise doppelte Gesang begeistert mich ebenfalls. Sicherlich erfinden die Burschen den Old School nicht neu und sind auch nicht führend, wenn es um die nachrückenden Bands geht, aber Stimmung wird hier verbreitet wie Sau, das kann ich Euch flüstern. Wer Old School mag, wird dieses hier auch lieben, denn alle Zutaten sind dabei. Sei es eben ein Solo, Groove oder eben diese markanten Riffs. "Unconventional Warfare" beinhaltet auch das alles, und Tempowechsel dazu. Herrlich. Kleine TV-Ansage bei "Willie Pete", und zack. Auf die Fresse. Schnell, aber auf herkömmliche Weise, kommt der Song aus der Anlage geballert, so dass man in Deckung gehen muss. Tempowechsel, schleppender Mitbangpart, der besonders von den Drums beherrscht wird, Solo drauf und ab dafür. Kann man machen und bringt dem Zuhörer durchaus Laune.

"Servants Of Chaos" hält das Aggressionslevel so was von hoch. Wahnsinn. Man kommt kaum zur Ruhe, und live wird dieser Song durchgebangt, das steht fest. Gute Riffs. So kämpft man sich in 40 Minuten durch zehn Songs, und mir hat es zur keiner Sekunde leid getan, dass ich die Repeat-Taste gedrückt habe. Man muss allerdings auch sagen, dass die Burschen sich nicht großartig aus der Menge hervorheben, aber sie machen ihre Sache verdammt geil. Es ist schon Wahnsinn, welchen Einfluss das kleine Ländle Schweden hat. In Deutschland fröhnen mittlerweile ja auch genügend Bands diesem Sound, und auch in Italien scheint er angekommen zu sein. BLOOD OF SEKLUSION fröhnen dem guten, alten Schweden-Death, natürlich mit HM2-Sound, und sind teilweise schwedischer als die neuen schwedischen Bands. Besonders auffallend ist das hohe Aggressionslevel, dafür legt man nicht ganz so viel Wert auf Atmosphäre.

Fazit

So muss Old School Death Metal klingen. Das Album geht nach dem etwas langsamen Anfang runter wie Öl und jeder, der das Buch "Swedish Death Metal" zu Hause im Schrank hat, sollte sich "Servants Of Chaos" zulegen. DISMEMBER, ENTOMBED, NIHILIST und Co. lassen grüßen.

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