Atrexial - Souverain

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 9/10

Atrexial - Souverain

Viele Infos bekommt man über die Band nicht, außer dass sie aus Spanien, genauer aus Barcelona, stammen und diese Veröffentlichung ihre erste ist. Das Trio Infernale setzt sich wie folgt zusammen: Naga S. Maelstrom (CAULDRON, HUMAN CARNAGE), Labelua (APOSTLES OF PERVERSION, WITH ALL MY HATE) und Louen (NYCTOPHOBIA, SHATTERED SIGH). Also handelt es sich um keine ganz Jungen mehr im Geschäft.

Nach einem zweiminütigen, bedrohlichen Intro folgt "The Hideous Veil Of Innocence". Mit einem fast schon hypnotischen Riff beginnt die Reise, welche dann in einer gelungenen Mischung aus Death und Black Metal endet. Sehr variabel, was das Tempo angeht. Aggressive Vocals werden vorgetragen, und zwischendrin eine sehr interessante, gesprochene Passage. Danach geht man in ein Solo über und erhöht das Tempo. Scream, Tempowechsel. Nun Midtempo mit durchrasselnder Doublebass. Tempoerhöhung und Schluss. Interessant, aber auch irgendwie verwirrend für mich. "Under The Scourge Of Lamashtu" fängt langsam mit einem dominanten Riff an, steigert sich dann vom Tempo her. Besonders die durchgehende Doublebass finde ich sehr fett. Dann geht man in einen schleppenden Part über, wieder mit gesprochener Gesangspassage, und lässt diesen Part auch wieder vom Drumming beherrschen. Kurzes Androhungsszenario, und ab geht die rasselnde Doublebass wieder. Kommt gut. Das dominante Riff beherrscht den Song. Ein Solo ist auch wieder am Start, und dann typischer, langgezogener Black Metal mit Ballerpart. Ein fetter Break folgt, und Ende.

"Carthasis Through Torment" legt mit einer Rede los und geht dann in Chaos über. Feinstes Geballer in typischer Black Metal-Manier, ohne dabei stumpf zu klingen. Kurzer Break, und weiter geht es, um dann in einen schönen Midtempopart überzugehen. Dann wird technisch anspruchsvoll wieder geballert, mit Tempowechsel und "Argh"-Ankündigung. Dann nimmt man das Tempo raus, um einen atmosphärischen Part einzubauen, und dann geht die Raserei wieder los, aber gepaart mit einem echt fetten Riffing. Lecker, und dann aus. So zieht es sich durch das ganze Album. Die Elemente sind recht anspruchsvoll und das Songwriting ist sehr gelungen, wobei mir teilweise schon zu vertrackt, zumindest für eine Mischung aus Black und Death Metal. Die Burschen bewegen sich aber auf einem ganz hohen technischen Niveau. Der Einbau von atmosphärischen Elementen, wie z.B. bei "Unmerciful Imperial Torment", klingt absolut fett. Das Aggressionslevel wird absolut hochgehalten. Ich bin echt überrascht. Die Burschen haben echt geile Riffs und Parts am Start, gehen sehr abwechslungsreich zu Werke, und trotz 60 Minuten Stoff wurde mir nie langweilig. Teilweise klingen sie echt sehr progressiv, ohne auszuwimpen. Besonders Drummer Labelua begeistert mich. Absolut fettes Drumming. Aber eben auch die überraschenden Interludes, die die Burschen mit einbauen, sind nicht von schlechten Eltern. "Illuminator" mit seinen Breaks, Soli und Tempowechseln sollte als Beispiel reichen.

Fazit

Die Erfahrung in anderen Bands wird in positive Energie umgesetzt. Sehr geiles Black/Death Album!

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