Arroganz - Tod Und Teufel

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 9/10

Arroganz - Tod Und Teufel

Album Nummer drei der Sickos aus Brandenburg. Die Cottbuser zocken seit 2008 zusammen und haben sich stets weiterentwickelt. Nach einer EP, dem Debüt namens “Dark And Deathless” und dem geilen zweiten Album “Kaos.Kult.Kreation” hat man einen Wechsel vollzogen. Von Blacksmith ging es zu F.D.A. Rekotz. Irgendwie ein logischer Wechsel. Nun liegt also das dritte Album vor. Und vom blackigen Death Metal hat man sich ein wenig verabschiedet, wie ich finde.

Mit einem hypnotischen, atmosphärischen und doomigen Klang, gepaart mit höllischem Sprechgesang (auf deutsch), beginnt das teuflische Inferno. Geiles Intro, erinnert ein wenig an "Sear Me III" von MY DYING BRIDE. Das Riff wird im Folgesong ”One Death” übernommen. Hier werden die Weichen gestellt und klar gemacht, wohin die Reise geht. Death Metal, der fiese kriecht, der schleppend ist, der atmosphärisch daherkommt und teilweise hypnotisch und angsteinflößend ist. Das Riff und die durchrasselnde Doublebass sind schon sehr bedrohlich. Mit “Arisen From Failure, Perished as King” beweist man, dass man auch anders kann. Das Tempo ist am Anfang schön zügig, wechselt dann aber zu schwedischem Old School-Rhythmus, sowohl teilweise das Riffing, als auch die schöne Schweden-Zwei, der Uftata. Herrlich, finde ich immer wieder geil. Aber auch hier kommt ein atmosphärischer Part drin vor, und am Ende knüppelt man schon wieder drauflos, um dann das Tempo wieder rauszunehmen. Der Song killt so einiges und geht voll durchs Mark. Danach folgt der Titeltrack “Tod Und Teufel”: Ein Song, der für alle diejenigen geschrieben wurde, die die Band von Anfang an unterstützt haben! Bass schnarren lassen und dann ab auf die Zwölf, mit “Tod Und Teufel”-Mitgrölpart. Herrlich, macht Laune. Man sitzt vor der Anlage und brüllt mit. Ein Song, der sofort hängen bleibt und definitiv in meiner Radioshow laufen und live von mir des öfteren gefordert werden wird. Brett! ”Demon's Heart” kommt wieder schleppend daher und überzeugt mit einfachem Riffing und Atmosphäre, Mitgrölrefrain und schnarrendem Bass. Sick. So prügelt man sich richtig fett durch's Album, wartet aber hier und da auch mit richtig geilen Melodien auf! “Angst”, im doppelten Sinne, leitet das Ende ein. Ich habe Angst, dass das Album rum ist, und der letzte Song heißt ebenfalls so. Ein Song auf deutsch, mit richtig schleppendem Anfang und krassen Schreien, die wirklich beängstigend sind. Morbide Atmosphäre umgibt den Raum und lässt das Licht zu einer ganzzeitlichen Dunkelheit werden. Krankes Stück.

Fazit

ARROGANZ ist mit “Tod Und Teufel” ein Knalleralbum gelungen. Oldschooliger Death Metal, teilweise schwedisch, trifft auf morbide, atmosphärische und kranke Elemente und verschmilzt zu einem sicken Gesamtkonstrukt, welches aus wahnsinnigen Emotionen, geilen Riffs und kranken Vocals besteht. Pflichtkauf! Einziges Manko: teilweise sind die Songs zu lang, ansonsten alles perfekt!

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