Acephalix - Decreation

von Michael "Ear Terror" Eden

Bewertung: 8/10

Acephalix - Decreation

Die beiden VASTUM-Member Luca und Daniel haben sich den Ex-VASTUM-Kyle geschnappt und 2007 die Band ACEPHALIX gegründet. An den Drums der Dave von DEPRESSOR, und ab geht es. In den Anfangstagen mischte man Death und Crust. Vier Demos, zwei EPs und zwei Alben sprangen dabei heraus, und nun also Album Nummer drei. Jaja, der gute alte Death Metal ist ja sowas von back. Dieses kann man ja seit Jahren feststellen, und auch in den Staaten geht wohl mittlerweile die Welle rum, nicht nur bei uns in Deutschland, bzw. Europa. "Upon This Altar" macht dieses mit dem auf alt getrimmten Sound und den schönen Uftata-Parts gleich klar. Allerdings gehen die Burschen recht abwechslungsreich zu Werke. Das langgezogene Riff ab 3:30 Uhr klingt schon ganz schön fett nach BOLT THROWER. Dann weiter im Midtempo, Solo drauf und wieder ein fettes Riff. Der Song zieht sich ganz schön, kein Wunder bei einer Spielzeit von 6:24 Minuten. Macht aber Laune. Er kommt sogar mit einem kleinen Mitgrölrefrain daher. Die Stimme ist herrlich tief und Screams kreisen drumzu. "Suffer (Life In Fragments)" kommt da schon etwas zackiger um ie Ecke geflogen und drückt ganz ordentlich. Schnelle Uftatas und prägnante Riffs, gepaart mit Midtempobangpart, ergeben ein klangvolles Gesamtbild. Solo darf auch nicht fehlen. Schockt, ohne jetzt überragend zu sein.

Auch "Mnemonic Death" macht klar, dass die Burschen aus San Francisco eher wert auf Druck, als auf Geschwindigkeit legen. Die Bands MASTER und BOLT THROWER könnten genannt werden. Auch hier regieren das Riffing und das Midtempo. Allerdings wird hier einmal kurz das Tempo erhöht, um dann wieder einen Uftata-Part zu bedienen. Viel zu kurz, der Geschwindigkeitsausbruch, meines Erachtens nach. Vorspieler und ein "Uargh" kommen aber ja immer gut. So ziehen die vier Burschen ihr gesamtes 40-minütiges Album durch. Gemütlich in der Geschwindigkeit, mit Wert auf klassische Riffs und treibende Atmosphäre. Die Burschen haben diese Variante aber drauf. Erinnern mich dann teilweise an unsere Kumpels von DESERTED FEAR. Mit technischen Spielereien haben sie nichts am Hut, wozu auch. Dieses braucht der gute, alte Death Metal auch nicht. Manchmal ist das einfach wesentlich besser, so wie z.B. bei "God Is Laughing". Besonders der Refrainpart geht ab. Auch das fette Solo und natürlich die Uftata-Parts gehen ab. Allerdings muss man sagen, dass sich das Songwriting schon ähnelt und man ansonsten auch nicht wirklich irgendetwas Neues bekommt.

Fazit

Alle Songs haben mich auch nicht total begeistert, aber "Decreation" ist echt ein Album, welches einen Death Metal-Fan begeistern kann. Besonders "God Is Laughing" ist zu erwähnen. Am besten Mal das Video dazu anchecken und dann das Album bestellen. Für Fans von GRAVE, MASTER und BOLT THROWER.

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