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Bericht: Party.San 2019 - Reaperzine

Bericht: Party.San 2019

The same (great) procedure as every year!

von Sascha S.

Flyer Party San 2019

Das ein Festival seinen 25ten Geburtstag feiert ist schon allerhand, aber das es ein Extreme-Metal-Festival zur 25. Auflage bringt ist wirklich aller Ehren wert und nun tatsächlich nicht alltäglich. Auch wir vom REAPERZINE haben uns dieses Mal wieder aufgerafft und wollten dieses Jubiläum einfach mitfeiern.

Apropos feiern. Durch meine Mitfahrgelegenheit (danke auch noch mal an dieser Stelle!) war ich in diesem Jahr zum ersten Mal Zeuge der Pre-Festival Party. Mittwochmorgen um 9:00 Uhr los und gegen 15:30 Uhr in Schlotheim angekommen wurden wir gleich mal ordentlich gefilzt. Gleich die erste Begegnung mit der Security war so wie ich sie das ganze Festival über wahrgenommen habe, sehr professionell, scharf (im Sinne von gründlich), aber auch äußerst hilfsbereit und nett. So war unser Auto schnell kontrolliert und ich wurde sogar persönlich zum Pressestand begleitet, um dort mein Bändchen abzuholen. Danach dann schnell das Zelt aufgebaut und ab zum Trinkgelage. Eben dieses machte es mir dann aber auch schwer meine ersten Eindrücke vom Festival zu schildern. Die Pre-Party ist einfach sehr sehr hart, aber auch tierisch lustig.

Party San 2019

Egal, ich hatte mich ziemlich schnell pennen gelegt und war auch ordentlich früh wieder wach. Sogar so früh, das ich den netten Damen von der Reinigung noch begegnete. War irgendwie kurz vor 7 Uhr morgens. Auch diese waren total freundlich und baten mich kurz zu warten. Schnell die Keramik geprüft und kurz geduscht konnte es in den Tag gehen. Nach einem kleinen Frühstücks-Bierchen war ich dann auch eigentlich schon fertig. Dauerte aber noch etwas bis die erste Band SLAEGT spielen sollte. Ok, also noch ein bis zwei Frühstücks-Bierchen mehr und ich war noch fertiger…

Irgendwann war es dann endlich soweit. Esmeralda feuerte einen Salutschuss ab und eröffnete damit das Festivalgelände. Für diejenigen die noch nie da waren, Esmeralda ist die PARTY-SAN eigene, pompöse Kanone, die die einzelnen Festivaltage einläutet.

Schnell was gegessen und ab ging es zu den Dänischen Düster-Rockern SLAEGT.

Leider war der Sound anfänglich noch etwas knarzig, was wirklich tierisch nervte. Glücklicherweise dauerte dieser Umstand aber nicht sehr lange und man konnte noch einige Stücke der Dänen genießen. Der Sound und auch die Erscheinung der Band sind eher ungewöhnlich und dürften nicht jedem gefallen. Musikalisch und auch was die Performance angeht ist das Quartett aber absolut top. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise hingeht, ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Jungs noch sehr viel erwartet. Wir werden sehen. Als Opener für das PARTY-SAN 2019 aber mit Sicherheit eine wirklich gute Wahl.

Band Nummer 2 und für mich tatsächlich ein Grund dem PARTY-SAN 2019 beizuwohnen waren die Doom-Deather RUNEMAGIK um das Ehepaar Rudolfsson herum. Blöderweise kam parallel zu dem Auftritt mein Schreiberkollege Simon an. So habe ich von dem Gig leider nur einige Minuten sehen können. Ja, kacke, haben sie doch sogar mit dem Titetrack ihrer Überscheibe „Enter the Realm of Death“ begonnen. Ich habe die Band später noch getroffen und ich glaube sie waren ganz zufrieden mit ihrem Auftritt. Was ich gehört habe war spitzenmäßig! Ich hoffe, ich kann das noch mal nachholen…

Als nächstes standen SKYFORGER auf dem Plan. Die lettische Combo wurde von weiten Teilen des Publikums irgendwie nicht wirklich richtig ernst genommen war mein Eindruck.  Eigentlich total schade, hatten die Folk-Metaller doch richtig Bock.

Party San 2019

Auf das US-Death Flaggschiff INCANTATION hatten dann schon wieder mehr Leute Lust. Death-Metal passt dem PARTY-SAN-Publikum einfach besser in den Kram. Hier wurde das erste Mal richtig amtlich gebangt und endlich entstand sowas wie ein Moshpit. Der Gig an sich war jetzt nichts Besonderes, wie ich fand, aber ich muss auch gestehen, dass ich nie wirklich ein INCANTATION Fan war. Wirklich sehr solide, aber bekehrt haben mich die Jungs nicht.

SOILWORK haben wir dann wissentlich verpasst. Nach den ganzen Kaltgetränken war jetzt dringend ein wenig Ruhe nötig. Schön am PARTY-SAN sind ja die Laufwege. Grad wenn man früh anreist, sich einen Campground reserviert hat oder auf dem VIP-Campground residiert. Der Weg vom Zelt zur Bühne ist hier kürzer als der Weg zum Dixie auf dem Wacken. Luxus eigentlich.

Die kaputten Schweden von CRAFT wollte ich mir nicht entgehen lassen. Im heimischen Wohnzimmer kommt ihr nihilistischer Black Metal sehr gut rüber, live war das so eine Sache. Das Publikum ging hier ziemlich steil und auch der Sound war geil, aber irgendwas passte nicht. Nach genauerem Hinsehen merkte ich, die Performance war es. Ich hätte mir hier mehr Show gewünscht. Es war ein guter Auftritt, aber das Erlebnis, das Feeling blieb einfach aus.

Im Zelt freute ich mich dann auf die brasilianische Urgewalt NERVO CHOAS. Ihr räudiger Death Metal hat einfach alles plattgewalzt. Hier stimmte einfach alles. Spielfreude, Sound, Publikum, einfach alles. Somit fand mein erstes richtiges Highlight dann im Zelt statt. Es ist schon aller Ehren wert, was auf dem PARTY-SAN für ein geiler Sound herrscht. Ob auf der großen Hauptbühne oder im Zelt, in das bestimmt auch gut 2000 Leute passen. Einfach fantastisch und längst nicht auf jedem Festival der Fall.

ASCENSION wurde von meiner Mitfahrgelegenheit äußerst freudig erwartet. Der Herr Fahrer war von dem Auftritt auch sehr angetan, der Herr Schreiberling nicht so. Liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aber auch da daran, dass ich die Songs einfach nicht kenne. Haken dran, weiter.

Die Salzburger Kapelle BELPHEGOR hatten einen äußerst intensiven, ja, beinahe vernichtenden Auftritt. Mit viel Feuer und noch mehr Wut im Bauch zockten sie ihre Songs runter als gäbe es kein Morgen mehr. Der ohnehin schon nahezu perfekte Sound drückte wie Sau und mir blieb zeitweise wirklich die Spucke weg bei dem Wahnsinns-Spektakel. Unglaubliche Spielfreude, super Stageacting und eine Show für die man wirklich neue Superlative finden muss. Das sind BELPHEGOR, das ist das PARTY-SAN, das ist Hingabe! Hut ab für einen der besten Auftritte, die ich jemals gesehen habe.

HELLHAMMER played by Triumph of Death waren als nächstes dran. Zugegebenermaßen sind HELLHAMMER ja Ikonen und Wegbereiter einer ganzen Metal-Bewegung und trotzdem kann ich ihnen, bis heute, nur bedingt etwas abgewinnen. Viele Leute freuten sich wie Bolle und feierten die Songs komplett ab, ich fand den Auftritt dann irgendwie „nur“ ok.

Bierchen gekippt, weiter ging es mit HYPOCRISY. Auf die Jungs hatte ich mich im Vorfeld besonders gefreut, kann man doch eigentlich immer von einer Monster-Party ausgehen.
Auch dieses Mal klappte es wieder auf Anhieb und die Meute gab zu später Stunde noch einmal alles. Auch wenn ich mir persönlich etwas mehr alten Kram gewünscht hätte, war die Songauswahl am Ende doch gelungen. Von den ersten beiden Kult-Scheiben gab es allerdings lediglich ein Medley aus „Pleasure of Molestation“, „Osculum Obscenum“ und „Penetralia“. Schade irgendwie, ist doch grad das PARTY-SAN für seine Old-School Fans bekannt. Zum Glück konnten mich aber auch Songs wie „End of Diclosure“ und „Fire in the Sky“ live absolut überzeugen. Man merkte in jeder Sekunde wieviel Bock die Jungs hatten und freute sich einfach ein Teil dieses Spektakels sein zu dürfen. Den Übersong „Roswell 47“ zum Abschluss und ab ging es auf die Pritsche. Was für ein fantastischer Tag.

Freitagmorgen, dicker Kopf, die Frisur total im Arsch und viel zu früh wach… egal, muss irgendwie gehen. Duschen, Mensch werden, gewaltige Entscheidungen treffen. Cider oder Bier zum Frühstück? Ich entscheide mich für Cider und besuche erstmal die Kollegen, die tatsächlich auch schon um 7:30 Uhr komplett in der Hose sind. Verrückt, wie die Zeit beim Scheiße labern vergeht… plötzlich war es Mittag und der 2. Festivaltag begann. Scheiße dachte ich, nicht zu spät kommen, denn um Scheiße ging es hier tatsächlich.

Party San 2019

GUTALAX durften den Festival-Freitag eröffnen. Total beknackt, wie viele Leute um 12 Uhr mittags schon mit Klobürste oder mit Gummitieren bewaffnet komplett ausgerüstet vor der Bühne standen. Dem entsprechend ging dann natürlich auch die Luzie ab. 30 Minuten Umzaff-Umzaff mit Kackethematik ist bestimmt nicht jedermanns Geschmack, aber mir hat es richtig gut gefallen. Auch das sich die Jungs zu keiner Sekunde wirklich ernst nehmen… sehr erfrischend!

Nach der braunen halben Stunde stand dann DEFEATED SANITY auf dem Plan, die irgendwie an mir vorbeigerauscht sind. Progressiver Death ist eh nicht so meins und so konnte mich die Band auch live nicht wirklich einfangen.

Anders bei THE CROWN aus Schweden. Das ist eine Band, die meiner Meinung nach eigentlich schon so groß sein müsste wie beispielsweise MORBID ANGEL. Ihre auf Scheibe schon absolut kompromisslose Härte wird live tatsächlich noch übertroffen. THE CROWN sind eine der lautesten Bands, die ich jemals gesehen habe. Dazu das schneidende Riffing, das ballernde Drumming und die fiesen Vocals, perfekt. Genau wie ihre Landsmänner HYPOCRISY haben auch THE CROWN ihren populärsten Song ans Ende gestellt. „Total Satan“ hat am Schluss wirklich alles zerfetzt. Wer bis dahin noch nicht von der Band überzeugt war, war es spätestens dann. THE CROWN sind einfach eine Waffe. Mehr davon!

SOLSTICE haben wir dann ausgelassen und eine kleine Mittagsstunde eingelegt. Zu den US-Boys von MIDNIGHT waren wir dann wieder am Start. Ihre Mixtur aus Black und Heavy Metal war wohl genau das, was dem Publikum zu dem Zeitpunkt gefehlt hatte, denn die Leute gingen ab wie verrückt. Auch das Trio selbst hatte sichtlich Spaß, naja, soweit die Kapuzen das erkennen ließen. Sie sprühten vor Enthusiasmus, sogar so sehr, dass sie sich ein ums andere Mal in ihren Kabeln verhedderten. Top Auftritt.

Zu den Brasilianer von KRISIUN muss ich ja nicht mehr viel sagen. Sauberer, professioneller Gig, den wir uns vom Cuba-Libre Stand aus angesehen haben.

ARKONA hatten beim Publikum einen eher schweren Stand. Es wurde schon etwas lichter vor der Bühne als Mascha und ihre Mannen die Bühne betraten. Schade, denn die Band kann was. Leider kam der Flötensound nicht gut rüber, was bei näherem Betrachten wohl am Wind lag. Schade, denn das hat in meinen Ohren das komplette Feeling zerstört. Ich befürchte, die Russen konnten hier nicht viele neue Fans gewinnen, zumal auch die Songauswahl nicht gerade der Bringer war.

NEKROVAULT zerlegten derweil das Zelt. Ihr räudiger Death Metal kam sehr gut rüber. Das Publikum war nicht nur direkt vor der Bühne ordentlich am Bangen und Moshen. Super Live-Band, von der ich gerne noch mehr sehen würde.

Die aus Kalifornien stammenden NIGHT DEMON durften dann auf der Hauptbühne ran. Ähnlich wie ihre Landsleute von MIDNIGHT ebenfalls als Trio unterwegs, spielen sie kernigen Heavy Metal. Anders als bei MIDNIGHT ist ihre Interpretation aber längst nicht so assig und schmierig, sondern eher bodenständig. Auch NIGHT DEMON machten einen super Job, wobei sie meinen Musikgeschmack aber nicht wirklich treffen.

Die griechische Kult-Kapelle ROTTING CHRIST sollte dann einen fulminanten und bösartigen Abend einläuten. Nun ja, bösartig war es irgendwie nicht, nutzten doch einige Leute vor mir die Songs um eine Art Regentanz-Beschwörungs-Firlefanz aufzuführen. Sah Banane aus, passte aber tatsächlich irgendwie zum Sound und auch zum Wetter, denn inzwischen nieselte es. ROTTING CHRIST gaben sich redlich Mühe und konnten auch das Publikum weitestgehend überzeugen.

MGLA, eine Band die viel (zu viel?) Aufsehen erregt. Eine Band, die an mir so gut wie komplett vorbei gegangen ist. Ich wollte mir das Kapuzentrio wirklich komplett geben und mir mal wirklich ein Bild machen, nur leider regnete es inzwischen und auch die 10 Minuten, die ich gesehen habe, hatten mich nicht überzeugt. Viele waren trotz Nässe komplett geflasht, ich eher über diese Leute erstaunt.

Party San 2019

Die nächste Band stand auf der Kippe, es hatte bereits die Runde gemacht, dass sie ihren Flieger verpasst hatten und am Vortag nicht auf dem Brutal Assault spielen würden. Die Mannen um des Deifis-Liebling Glen Benton waren auf dem PARTY-SAN aber anwesend - und wie.
DEICIDE hatten echt Bock und zermalmten alles. Die Songauswahl umfasste alle Schaffensperioden und auch songtechnisch war alles top. Einzig und allein das Wetter war scheiße und trübte den Genuss doch sehr. Schade eigentlich, denn sonst wären DEICIDE wahrscheinlich die Gewinner gleich hinter BELPHEGOR gewesen.
Da das Wetter echt nicht mitspielte und wir klamottentechnisch nicht wirklich gut ausgerüstet waren entschieden wir uns ins Zelt zu marschieren und verpassten somit leider TESTAMENT.

Samstag war dann das Zelt bereits um 10 Uhr geöffnet und die erste Band (BLACK MOOD) rotzte wirklich amtlich ihren groovigen Thrash in die Menge. Sie selbst nennen ihre Mucke zwar Sludge Doom, aber wir fanden, dass sie eher in die Richtung PANTERA und DOWN gehen. Ist auch egal, die Jungs haben ihre Sache wirklich sehr gut gemacht und hatten auch sichtlich Spaß dabei. Gerne wieder!

GOAT EXPLOSION haben uns dann leider nicht so wirklich zugesagt. Wir hatten uns dann lieber für ein ordentliches Frühstück entschieden.

VULVODYNIA aus Südafrka gab es dann auf der Hauptbühne ins Gesicht. Ok, Slam ist nun nicht so wirklich meins, aber man muss ihnen wirklich eine gewaltige Spielfreude und auch Qualität attestieren.

SVARTIDAUDI aus Island hinterher. Anderes Publikum, andere Stimmung. Ein Auftritt, der mich irgendwie gar nicht packen wollte, aber es ist ja auch immer so eine Sache mit Black Metal am helllichten Tag. Gute Gelegenheit sich eine Pommes oder was auch immer einzuverleiben.

Gesagt getan und gestärkt vor die Bühne gestellt. JUNGLE ROT waren dran. Ich muss gestehen, dass ich die Jungs aus Kenosha seit ihrem Debüt verfolge und liebe. Ihr gewaltiger Sound, der Groove, hier passt es meiner Meinung nach einfach. Zugegeben, einen Innovationspreis bekommt das Quartett wahrscheinlich nicht, aber das machen sie durch Spielfreude und ihren Humor wieder wett. Ja, richtig gelesen, das sind eigentlich wirklich lustige Gesellen. Auch dieses Mal konnte ich es mir nicht verkneifen einige kurze Worte mit Fronter Dave Matrise zu wechseln. Sie waren einfach nur glücklich darüber mal wieder auf dem PARTY-SAN spielen zu dürfen und waren rundum zufrieden mit Ihrem Gig. Der Schreiberling hier auch. Top Band!

Danach zimmerten SUICIDAL ANGELS aus Athen ihren Thrash Metal ordentlich ins Publikum. Ein Auftritt der mäßigeren Sorte, wie ich fand. Glücklicherweise ging das Publikum aber fantastisch mit, somit waren wohl alle zufrieden. Hunderte Fans im Moshpit und wir am Havanna-Stand.

Auf die nächste Band war ich dann schon wieder etwas mehr gespant. VOMITORY sind eine absolute Institution, hatten aber in den letzten Jahren immer wieder bandinterne Probleme und hatten sich zwischenzeitlich sogar schon aufgelöst. Somit war ich wohl nicht der Einzige, der sich hier einen Ast gefreut hatte, sie mal wieder auf der Bühne erleben zu dürfen. Kurzum, die Jungs haben alles zerstört! Die Schweden lieferten eine absolute Weltklasse-Show ab, wobei mir persönlich die Vocals live nie wirklich gut gefallen. Scheiß drauf, trotzdem ein klasse Auftritt.

Da britischer Heavy Metal nicht so ganz mein Fall ist haben wir uns hier wieder mehr dem Alkohol gewidmet. Merkwürdig fand ich, dass eine Band wie SATAN auf so einem Festival wirklich ordentlich Publikum vor die Bühne zieht. Soll noch mal einer sagen, Extreme-Metaller seien intolerant.

CARNAL TOMB haben im Zelt eine ordentliche Schar Leichenfledderer vor die Bühne ziehen können. Kein Wunder, denn die Berliner sind live einfach verdammt gut. Sollte jeder der auf ranzigen Death Metal kann unbedingt mal gesehen haben. Mir hat es gefallen.

IMMOLATION kamen als nächstes auf die Hauptbühne. Ich muss zugeben, dass ich mit ihnen nie warm geworden bin und so hat mich auch der Auftritt nicht wirklich umgehauen. Der Moshpit war allerdings auch hier wieder sehr amtlich.

DAMNATION DEFACED habe ich schon seit längerem auf dem Schirm. Nicht nur weil Gitarrist Lutz aus meiner Ecke kommt, sondern auch weil ich gerade die „Invader from Beyond“ Scheibe richtig abgefeiert habe. Eben dieser Gitarrist hatte auf dem PARTY-SAN einen seiner letzten Auftritte mit der Band und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Die Jungs hatten richtig Bock und das merkte man bereits ab der ersten Sekunde. Der Sound war mal wieder richtig klasse, die Songs überragend und die Spielfreude machten den Auftritt zu etwas besonderem. Hier möchte ich auch unbedingt noch Fronter Philipp erwähnen, der entweder die Songs richtig lebt oder einfach nur tierisch einen an der Klatsche hat… Sehr, sehr geil gemacht! Leider in dieser Besetzung nie wieder.

DESTRUCTION durften dem Publikum dann zeigen wie richtiger Teutonen-Thrash geht. Unglaublich souverän und richtig geil haben DESTRUCTION ihre Songs ins Publikum geballert. Ein absolutes Brett und eine Lehrstunde für jüngere Bands. Im Vergleich zu den Griechen-Thrashern am frühen Nachmittag, gingen DESTRUCTION hier ganz klar als Sieger vom Platz. Hätte ich so nicht erwartet.

Danach ging es wieder schnell ins Zelt. Ich wollte auf keinen Fall die Dänen UNDERGANG verpassen. Die Jungs ballern ihre Songs mit so unglaublich viel Intensität und Gewalt ins Publikum, dass einem schwindelig werden konnte. Ähnlich wie CARNAL TOMB sollte jeder, der auf modrigen Death kann, diese Band einmal live gesehen haben… nur das UNDERGANG im Vergleich sogar noch eine Schippe besser und verrückter sind. Wahnsinniger Auftritt.

Danach haben wir es uns noch etwas gut gehen lassen und somit MALOKARPATAN und NAGLFAR verpasst.
Leider hatten wir auch von DEATHRITE so gut wie nichts mehr gesehen. Schade, denn auf die hatte ich mich im Vorfeld richtig gefreut. Nicht zu ändern.

LEGION OF THE DAMNED wurden dann aber direkt vor der Bühne bestaunt. Hier wurde es nicht nur durch die Zuschauermenge ziemlich kuschelig, auch die Flammensäulen wurden wieder aktiviert. Ein wirklich kurzweiliger, intensiver Auftritt, den die Holländer hier ablieferten.

SOLSTAFIR ist eine Band, die mir persönlich nicht wirklich so zusagt. Weder auf der heimischen Anlage noch live können mich die Isländer packen. Viele Zuschauer sprachen von einem magischen Moment und einem unglaublichen guten Auftritt… ich fand es wieder einmal langweilig. Geschmackssache.

Bei der nächsten und letzten Band des Festivals waren sich aber wohl alle einig. Das Allstar-Projekt BLOODBATH sollte in diesem Jahr das PARTY-SAN abschließen. Welch eine super Wahl dafür. Ja, die Songs schocken, die Musiker an sich sind top und allesamt Weltklasse. Am Ende des Tages muss man aber leider doch sagen, dass die Band live irgendwie nicht so verzaubert wie sie eigentlich sollte. Die Show ist okay, aber nichts weltbewegendes. So war der Festival-Abschluss in meinen Augen leider eher mäßig ausgefallen.

Fazit

Das PARTY-SAN Festival ist immer eine Reise wert. Die Location ist gut, die Fressstände sind top (sogar für Veganer gibt es eine ordentliche Auswahl), die Trinkgelegenheiten sind ausreichend und vor allen Dingen sind die Preise hier noch anständig. Wer also auf extreme Mucke abfährt und noch nie in Schlotheim war, sollte diesen Umstand doch schnellstmöglich ändern.  

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